Pfiffkonzert für Schlotterbeck: BVB-Fans zeigen klare Kante nach Vertragsverlängerung
Beim Bundesliga-Heimspiel von Borussia Dortmund gegen Bayer 04 Leverkusen am Samstagnachmittag wurde Innenverteidiger Nico Schlotterbeck von Teilen der eigenen Anhängerschaft unschön empfangen. Bereits vor Anpfiff hallten deutliche Pfiffe durch den Signal Iduna Park, als Stadionsprecher Nobby Dickel die Mannschaft vorstellte.
Vertragsverlängerung bis 2031 sorgt für Fan-Unmut
Besonders die Erwähnung von Schlotterbecks vorzeitiger Vertragsverlängerung um vier Jahre bis 2031 löste ein schallendes Pfeifkonzert aus. Die Fans auf der Südtribüne, traditionell das Herz der Dortmunder Anhängerschaft, gaben damit ihrem Unmut über die Umstände der Vertragsverlängerung Ausdruck.
Der 26-jährige Vize-Kapitän hatte nach monatelangem Zögern und Überlegen den Vertrag verlängert, was bei vielen Unterstützern auf wenig Verständnis stieß. Auch während des Spiels gab es vereinzelte Pfiffe, wenn Schlotterbeck am Ball war.
Gehaltserhöhung und Ausstiegsklausel als Zankapfel
Teil des neuen Vertrags sind eine deutliche Gehaltserhöhung, die Schlotterbeck zu einem Top-Verdiener im Kader macht, sowie nach Informationen von SPORT1 eine Ausstiegsklausel. Diese Klausel könnte bereits im kommenden Sommer von noch nicht bekannten Topvereinen gezogen werden.
Die lange Entscheidungsfindung und die spezielle Ausstiegsklausel nehmen ihm viele BVB-Fans übel, sein Bekenntnis zu Borussia Dortmund kaufen ihm einige offenbar nicht ganz ab. Die Kombination aus hohem Gehalt und der Möglichkeit, den Verein relativ kurzfristig wieder verlassen zu können, stößt auf Widerstand.
Schlotterbeck braucht Zeit und Leistung für Vertrauensgewinn
Jetzt dürfte dem Nationalspieler nur noch Zeit und konstant gute Leistungen helfen, um wieder alle Fans auf seine Seite zu ziehen. Die Reaktion im Stadion zeigt deutlich, dass die Beziehung zwischen Spieler und Anhängerschaft nach der Vertragsverlängerung neu justiert werden muss.
Die Situation verdeutlicht, wie sensibel Fans auf Vertragsverhandlungen und vermeintliche Halbherzigkeiten reagieren. Für Schlotterbeck beginnt nun der Prozess, das verlorene Vertrauen durch überzeugende Auftritte auf dem Platz zurückzugewinnen.



