In der Fußball-Oberliga steht der SV Siedenbollentin vor einem Auswärtsspiel beim FC Viktoria Berlin. Trotz des sicheren Klassenerhalts will Torjäger Daniel Eidtner nichts von Nachlässigkeit wissen: „Ich will jedes Spiel gewinnen, egal ob wir schon sicher sind. Niederlagen tun weh, da habe ich keinen Bock drauf.“
Ausgangslage vor dem Spiel
Mit 38 Punkten und Platz sieben hat der Aufsteiger die Klasse bereits vor den letzten vier Spieltagen gesichert. Am Samstag (14 Uhr, Stadion Lichterfelde) trifft die Mannschaft auf das Schlusslicht FC Viktoria Berlin, das den Abstieg nicht mehr abwenden kann. Dennoch warnt Eidtner vor einem Pflichtsieg: „Pflichtsieg finde ich schwierig. Die haben schon einige Spieler, die den Ball treten können. Das haben wir ja selbst im Hinspiel gesehen. Aber klar, wir fahren dahin, um drei Punkte zu holen.“
Hinspiel und personelle Lage
Im Hinspiel trennten sich beide Teams 1:1. Eidtner hatte den SVS früh in Führung gebracht, doch Küc gelang nach der Pause der Ausgleich. Aktuell plagen den SV Siedenbollentin viele Ausfälle: „Wir haben viele Ausfälle, mussten viel rotieren. Es ist schwierig momentan“, so der 25-Jährige. Trotz der personellen Engpässe ist der Aufsteiger seit drei Spielen ungeschlagen, zuletzt gab es ein 1:1 gegen TUS Makkabi. „Das Remis ist sehr ärgerlich und nervt mich, weil wir genügend Chancen hatten, um das Spiel zu gewinnen“, ärgert sich der Angreifer.
Eidtners Saisonbilanz
Daniel Eidtner hat in 21 Punktspielen 16 Tore erzielt und vier weitere vorbereitet. Verletzungen verhinderten eine noch höhere Einsatzquote. Sein persönliches Ziel: „Ich würde gern die 20-Tore-Marke erreichen, ich brauche einfach ein Ziel. Aber wenn es am Ende 19 sind und wir alle Spiele gewonnen haben, wäre es auch okay“, sagt er mit einem Schmunzeln. Der gebürtige Eisenhüttenstädter soll Angebote aus der Regionalliga haben, besitzt aber beim SVS einen Vertrag bis Juni 2028.
Zwischenfall im Heimspiel gegen Makkabi
Im Heimspiel gegen Makkabi kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Eidtner und Trainer Christoph Haker, der den Torjäger nach 70 Minuten vom Feld nahm. Das Missverständnis ist inzwischen ausgeräumt, dennoch fand Eidtner die Auswechslung nicht gut: „Ich will immer spielen. Aber es ist abgehakt, es geht weiter.“
Blick in die Zukunft
Mit Spannung verfolgt Eidtner die Kaderplanungen für die neue Saison. Der Verein hat fünf bis sechs Neuzugänge angekündigt. „Das wird spannend“, sagt der Stürmer. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der SVS seine gute Saison mit weiteren Siegen krönen kann.



