Bayern-Torhüter Neuer verpasst wohl den deutschen Clásico
Der FC Bayern München wird das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag höchstwahrscheinlich ohne seinen erfahrenen Kapitän Manuel Neuer bestreiten müssen. Der Torhüter, der seit Mitte Februar aufgrund eines Faserrisses pausiert, befindet sich zwar auf dem Weg der Besserung, doch für den Klassiker kommt die Rückkehr wohl zu früh.
Kompanys Einschätzung zur Verletzungssituation
Trainer Vincent Kompany gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass es bei Neuer nach der auskurierten Verletzung "gut aussehe", jedoch eine Einsatzmöglichkeit am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) gemeinsam mit dem Routinier noch einmal erörtert werden müsse. "Vielleicht reicht es eher nicht", sagte Kompany mit einem Hauch von Bedauern. Im Falle eines erneuten Ausfalls von Neuer wird der junge Jonas Urbig, der bereits beim 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zwischen den Pfosten stand, erneut das Tor der Bayern hüten.
Letzte Klassiker-Chance für den erfahrenen Torwart?
Für den 39-jährigen Manuel Neuer, dessen Vertrag beim FC Bayern München am Ende der Saison ausläuft, könnte diese Partie gegen den langjährigen Rivalen aus Dortmund die letzte Gelegenheit sein, in einem deutschen Clásico aufzulaufen. Der ehemalige Schalker hat in seiner Karriere zahlreiche epische Duelle gegen den BVB bestritten, doch die aktuelle Verletzung könnte ihm nun eine finale Teilnahme an diesem prestigeträchtigen Aufeinandertreffen verwehren.
Die sportliche Bedeutung des Spitzenspiels
Ein Sieg des aktuellen Tabellenführers FC Bayern beim in dieser Woche in der Champions League enttäuschend ausgeschiedenen BVB würde den Meistertitel mit dann elf Punkten Vorsprung praktisch besiegeln. Doch für Trainer Vincent Kompany steht bei diesem Duell mehr auf dem Spiel als nur drei Punkte. "Es ist ein Klassiker. Also für mich ist es immer sein eigener Titel", betonte der Belgier. "Die Wahrheit ist, diese Spiele sind dermaßen wichtig, dass es auch ein kleiner Titel ist. Deswegen ist es für uns auch eine absolute Priorität, da zu gewinnen."
Die besondere Atmosphäre in der Klassiker-Woche
Kompany unterstrich die Bedeutung, den Rahmen vor dem Duell der langjährigen Rivalen angemessen zu gestalten. "Wir dürfen das schon so groß machen, wie es ist", sagte der Bayern-Trainer. "Ich glaube, dass es wichtig ist für die Bundesliga, dass es auch ein richtiges Topspiel wird. Nicht nur zwei Mannschaften, die Angst haben." Über die mentale Verfassung der Dortmunder nach der 1:4-Niederlage bei Atalanta Bergamo wollte Kompany keine Prognose abgeben. "Mental macht das immer was, aber was da herauskommt, kann in beide Richtungen gehen", erklärte er. "Was wir aber unter Kontrolle haben, ist, wie wir in dieses Spiel reinkommen. Wir haben eine gute Woche gehabt, wir haben gespürt, dass es auch eine Klassiker-Woche war. Es war sogar dieses gesunde Gift manchmal im Training, was ich liebe."
Die Erwartungen an das Topspiel
Sportvorstand Max Eberl freut sich bereits auf das hochkarätige Aufeinandertreffen. In einer Liga, die von intensiven Rivalitäten geprägt ist, stellt der Klassiker zwischen Bayern und Dortmund stets einen Höhepunkt der Saison dar. Die Partie verspricht nicht nur sportliche Spannung, sondern auch emotionale Momente, insbesondere wenn es die letzte Begegnung dieser Art für einen Vereinslegenden wie Manuel Neuer sein sollte.



