Bayern München vor Real Madrid: Zehner-Problem durch Gnabry und Musiala
Die gesamte Fußballwelt blickt gespannt auf das Champions League-Viertelfinale am Mittwochabend, wenn der FC Bayern München auf Real Madrid trifft. Ausgerechnet die wichtige Position hinter Stürmer Harry Kane könnte für die Münchner zum Problem werden, denn zwei Schlüsselspieler kämpfen mit Verletzungsproblemen.
Gnabrys Knieprobleme sorgen für Unsicherheit
Serge Gnabry fehlte bereits beim 5:0-Sieg am Samstag gegen St. Pauli aufgrund von Problemen im rechten Knie. Zwar verkündete Sportvorstand Max Eberl nach dem Spiel: „Wir haben uns für Pflege zu Hause entschieden und für Mittwoch wird er fit sein.“ Doch am Sonntag absolvierte der 30-Jährige nur lockere Laufrunden mit einer Stützbandage, während das intensive Aufbautraining ausfiel.
Am Montagmittag trainierte Gnabry zwar wieder mit der Mannschaft, doch Trainer Vincent Kompany versteckte die Einheit komplett hinter einem Sichtschutz. Die genaue Belastbarkeit des Knies bleibt daher unklar. Eine endgültige Entscheidung über einen Einsatz gegen Real Madrid wird frühestens am Dienstag nach dem Abschlusstraining fallen.
Musiala mit Risikoabwägung
Ein weiteres Sorgenkind ist Jamal Musiala. Der 23-Jährige erlitt im Juli 2025 einen Wadenbeinbruch bei der Klub-WM und zeigte zuletzt eine Schmerzreaktion im operierten linken Sprunggelenk. Angesichts der anstehenden Weltmeisterschaft im Sommer soll kein unnötig hohes Risiko eingegangen werden. Ob Musiala für zwei Startelf-Einsätze innerhalb von nur fünf Tagen bereit ist, bleibt fraglich.
Weitere Ausfälle und Alternativen
Die Situation wird durch den Ausfall von Lennart Karl verschärft. Der 18-jährige Shootingstar erlitt einen Muskelfaserriss im rechten, hinteren Oberschenkel und wird nach Informationen etwa zwei Wochen fehlen. Damit stehen Trainer Kompany nur begrenzte Zehner-Alternativen zur Verfügung:
- Raphael Guerreiro, dessen Vertrag nicht verlängert wird
- Tom Bischof, der junge Nachwuchsspieler
- Eine taktische Umstellung mit Doppelspitze aus Nicolas Jackson und Harry Kane
Bei der letzten Variante würde sich Superstürmer Kane, der bereits 49 Tore in 41 Saisonspielen erzielte, vermehrt aus der Sturmzentrale ins offensive Mittelfeld zurückfallen lassen. Diese Lösung könnte notwendig werden, falls weder Gnabry noch Musiala von Beginn an spielen können.
Die Vorbereitung auf das Rückspiel gegen Real Madrid gestaltet sich für Bayern München somit deutlich komplizierter als erhofft. Die Verletzungsprobleme von zwei offensiven Schlüsselspielern zwingen Trainer Kompany zu kreativen Lösungen, während die gesamte Mannschaft unter dem Druck des europäischen Topspiels steht.



