Bayern-Frauen trotz Halbfinal-Aus: „Unsere Zukunft wird groß“
Bayern-Frauen: Stolz trotz Niederlage gegen Barcelona

Die deutschen Meisterinnen des FC Bayern haben es nicht geschafft, den Topfavoriten auf die Champions-League-Krone in die Knie zu zwingen. Dennoch überwiegt nach dem 2:4 im Halbfinal-Rückspiel beim FC Barcelona der Stolz auf die gezeigte Leistung. Trainer José Barcala machte eine klare Ansage: „Unsere Zukunft wird groß sein, wenn wir den Weg weitergehen.“

Spektakuläres Duell im Camp Nou

Nach dem 1:1 im Hinspiel in München lieferte Bayern dem haushohen Favoriten auch auswärts ein packendes Spiel. Der FC Barcelona war über weite Strecken überlegen und setzte sich vor gut 60.000 Zuschauern verdient durch. Die Katalaninnen ziehen ins Endspiel am 23. Mai in Oslo ein, wo sie auf Olympique Lyon mit der deutschen Nationalspielerin Jule Brand treffen.

Trotz der Ausfälle der gesperrten Top-Verteidigerin Franziska Kett und von Trainer Barcala kämpften die Münchnerinnen bis zum Schluss und ernteten dafür viel Respekt. Vereinspräsident Herbert Hainer betonte: „Wir fahren erhobenen Hauptes nach München zurück. Wir haben der besten Mannschaft der Welt ein starkes Spiel geboten und gezeigt, dass sich der FC Bayern mehr und mehr in der internationalen Spitze etabliert.“

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Stolz auf die Entwicklung

DFB-Kapitänin Giulia Gwinn zeigte sich ebenfalls stolz: „Im Endeffekt geht es darum, das mitzunehmen, was wir geleistet haben. Mit ein bisschen Abstand betrachtet ist es eine Leistung, auf die wir stolz sein können.“ Linda Dallmann, eine der Torschützinnen, ergänzte: „Es hat nicht ganz gereicht, aber trotzdem war heute das Gesicht, das wir gezeigt haben, das richtige.“ Besonders beeindruckend ist die Entwicklung im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen mit Barcelona in der Ligaphase, als Bayern noch mit 1:7 unterlag.

Seit jener Abreibung verlor die Mannschaft von Barcala kein Spiel mehr. Die beiden Niederlagen gegen die Katalaninnen sind die einzigen in dieser Saison, in der für München im DFB-Pokal-Finale gegen Wolfsburg noch das Double möglich ist.

Werbung für den Frauenfußball

Gwinn und ihre Teamkolleginnen machten nebenbei Werbung für den Frauenfußball. Schon das Hinspiel in der Allianz Arena verfolgten 31.000 Zuschauer. Das Rückspiel im mächtigen Camp Nou mit fast doppelt so vielen Fans setzte noch einen drauf. „Das ist wirklich beeindruckend“, so Hainer. Stürmerin Klara Bühl sagte vor dem Anpfiff: „Die Kulisse zeigt erstmal, wie der Frauenfußball gewachsen ist.“

Frust über VAR-Entscheidung

Dass nach über 90 umkämpften Minuten zunächst der Frust überwog, lag auch an Schiedsrichterin Stéphanie Frappart. Sie nahm ein Tor von Pernille Harder zum möglichen 3:4 nach Videobeweis wegen eines Fouls zurück. „Für mich unerklärlich, dass das Tor zurückgepfiffen wird“, kritisierte Gwinn. „Es ist sehr, sehr viel, über das man sich gerade ärgert, weil man das Gefühl hatte, wir waren dann irgendwie doch dran.“

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