Bayern-Anhänger versuchen Real Madrid vor wichtigen Spiel zu stören
In der Nacht auf Mittwoch kam es in München zu ungewöhnlichen Szenen vor dem Teamhotel von Real Madrid. Eine Gruppe von FC Bayern-Fans zündete Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe des Unterkunftsgebäudes der spanischen Fußballstars. Die Aktion fand nur wenige Stunden vor dem entscheidenden Champions-League-Viertelfinalrückspiel zwischen den beiden europäischen Top-Klubs statt.
Live-Übertragung dokumentiert nächtliche Störaktion
Die spanische TV-Sendung El Chiringuito, die normalerweise zwischen 0 und 2.45 Uhr ausgestrahlt wird, befand sich zufällig während der Vorfälle live auf Sendung und konnte die Szenen mit der Kamera einfangen. Auf den Aufnahmen ist deutlich zu erkennen, wie mehrere Raketen aus Richtung des benachbarten Olympiaparks in die Höhe steigen und in der Nähe des Leonardo Royal Hotels explodieren.
Nach aktuellen Informationen war lediglich eine kleine Gruppe von Bayern-Anhängern für die nächtliche Störaktion verantwortlich. Die Lage des Hotels direkt am Olympiapark ermöglichte es den Unruhestiftern, nach der Zündung der Feuerwerkskörper schnell zu verschwinden. Auf den TV-Aufnahmen ist zu sehen, wie Sicherheitspersonal des Hotels in Richtung der Raketenzünder eilt, jedoch offenbar zu spät kommt.
Zweifel am Erfolg der nächtlichen Störaktion
Ob die Bayern-Fans mit ihrer Aktion tatsächlich ihr Ziel erreicht haben, die Real-Madrid-Spieler in ihrem Schlaf zu stören, darf jedoch bezweifelt werden. Das Vier-Sterne-Hotel an der stark befahrenen Moosacher Straße verfügt über mehrfach verglaste Schallschutzfenster, die den Lärm von außen deutlich reduzieren. Zudem sind die Spieler in einem abgelegenen, hinteren Trakt des Gebäudes untergebracht, was zusätzlichen Schutz vor äußeren Störungen bietet.
Der FC Bayern München kennt solche Situationen aus eigener Erfahrung nur zu gut. In den vergangenen Jahren waren die Münchner bei Auswärtsspielen in Rotterdam und Eindhoven selbst Ziel ähnlicher Störaktionen gegnerischer Fans gewesen. Diese Erfahrungen zeigen, dass solche Vorfälle leider zum europäischen Spitzensport dazugehören können.
Hintergrund des Champions-League-Duells
Die nächtlichen Vorfälle ereigneten sich am Vorabend des hochkarätigen Champions-League-Viertelfinalrückspiels zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid. Das Hinspiel in Madrid endete mit einem knappen Ergebnis, das den Bayern im Rückspiel in der eigenen Allianz Arena noch alle Möglichkeiten ließ. Die Spannung vor dem entscheidenden Aufeinandertreffen war dementsprechend groß, was möglicherweise die emotionale Aufgeladenheit einiger Fans erklärt.
Solche Vorfälle werfen regelmäßig Fragen nach der Sicherheit bei internationalen Fußballspitzenveranstaltungen auf. Während die meisten Fans friedlich die Spiele verfolgen, zeigen Einzelfälle wie dieser, dass weiterhin Handlungsbedarf bei der Prävention solcher Störaktionen besteht. Die Münchner Polizei und die Sicherheitskräfte des Hotels waren nach den Vorfällen im Einsatz, um weitere Zwischenfälle zu verhindern.



