Bayern-Fans bedauern Zwischenfall mit verletzten Fotografen nach Champions-League-Spiel
Bayern-Fans bedauern Zwischenfall mit verletzten Fotografen

Zwischenfall bei Champions-League-Spiel: Bayern-Fans überrennen Fotografen

In der turbulenten Schlussphase des packenden Champions-League-Spiels zwischen Bayern München und Real Madrid, das der deutsche Rekordmeister mit 4:3 für sich entschied, kam es zu einem bedauerlichen Zwischenfall neben dem Platz. Nach dem Siegtreffer durch Michael Olise in der vierten Minute der Nachspielzeit drängten zahlreiche begeisterte Fans an die Werbebanden vor der berühmten Südkurve, um mit den Spielern zu jubeln.

Zwei Medienvertreter erleiden Verletzungen

Dabei wurden mehrere der dort positionierten Fotografen überrannt. Laut Berichten der Bild-Zeitung erlitten zwei Medienvertreter dabei Verletzungen. Ein betroffener Fotograf schilderte auf Instagram, er sei von den Fans „überrannt“ worden und anschließend „bewusstlos am Boden“ liegen geblieben. „Erst als alles vorbei und der Platz leer war, bin ich wieder zu mir gekommen“, berichtete er. Er habe Prellungen und starke Schmerzen davongetragen, wurde aber von den Sanitätern hervorragend versorgt. Eine weitere Fotografin erlitt dem Bericht zufolge eine Platzwunde am Kopf.

Fan-Organisation äußert Bedauern und Entschuldigung

Die Fan-Dachorganisation Club Nr. 12 reagierte prompt auf den Vorfall. In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hieß es: „Wir bedauern die Verletzungen der Medienvertreter zutiefst.“ Die Organisation bestätigte, dass bereits ein Austausch zwischen dem FC Bayern München und einigen der beteiligten Fans stattgefunden habe. Die Anhänger hätten für die „versehentlichen Verletzungen“ um Entschuldigung gebeten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

„Dies halten wir für den richtigen Weg und begrüßen dieses Vorgehen und die schnelle Kommunikation deshalb“, führte die Organisation weiter aus. Abschließend wurden allen Betroffenen gute Genesungswünsche übermittelt. Der betroffene Fotograf kritisierte jedoch deutlich: „So etwas darf bei einem Spiel im Innenraum nicht passieren!“

Südkurve mit Vorgeschichte – UEFA prüft Vorfall

Die Südkurve des FC Bayern München hatte bereits im Verlauf des laufenden Wettbewerbs für negative Schlagzeilen gesorgt. Nach wiederholtem Einsatz von Pyrotechnik wurde sie von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) teilweise gesperrt. Daraufhin hatte der Verein aus organisatorischen Gründen entschieden, die Plätze in diesem Bereich beim Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise im Januar vollständig unbesetzt zu lassen.

Ob die UEFA nun eine neuerliche Untersuchung des aktuellen Vorfalls einleiten wird, blieb zunächst offen. Auf Anfrage der Sport-Informations-Dienst (SID) erklärte die UEFA, man wisse von dem Zwischenfall, es sei aber noch zu früh, diesen zu bewerten. Zunächst wolle man den Bericht des offiziellen UEFA-Beobachters abwarten, bevor weitere Schritte erwogen werden.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Medienvertretern bei hoch emotionalen Fußballspielen auf und zeigt, wie schnell Jubel in gefährliche Situationen umschlagen kann. Der FC Bayern München steht nun vor der Aufgabe, gemeinsam mit den Fan-Organisationen Maßnahmen zu entwickeln, um ähnliche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration