Bayern-Ultras verletzen Fotografen bei verbotenem Stadion-Einbruch: Polizei ermittelt
Bayern-Ultras verletzen Fotografen: Polizei ermittelt

Bayern-Ultras stürmen verbotenerweise in Stadion-Innenraum und verletzen Fotografen

Die Münchner Polizei hat Ermittlungen gegen Ultras des FC Bayern München aufgenommen. Der Vorfall ereignete sich während des Champions-League-Spiels gegen Real Madrid am 16. April 2026 in der Allianz Arena. Nach dem 4:3-Siegtreffer drangen Anhänger aus der Südkurve unerlaubt in den eigentlich streng gesicherten Stadion-Innenraum ein.

Fotograf verliert Bewusstsein im Tumult

In ihrer Euphorie überrannten die jubelnden Fans mehrere Fotografen, die an den Werbebanden postiert waren. Der Fotograf Kai Oliver Pfaffenbach von der Nachrichtenagentur Reuters wurde dabei bewusstlos und musste von Sanitätern behandelt werden. Eine weitere Fotografin erlitt eine Platzwunde am Kopf. Die Verletzungen wurden zunächst weder dem FC Bayern noch dem Roten Kreuz gemeldet.

Polizeisprecher Christian Drexler bestätigte: „Aufgrund der Berichterstattung haben wir von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Der Fotograf hat sich bisher noch nicht gemeldet. Unsere Kollegen werten jetzt die Videoaufnahmen aus dem Stadion aus.“

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Sicherheitspersonal konnte Ultras nicht stoppen

Das Betreten des Stadion-Innenraums ist für Unbefugte eigentlich streng verboten. Die Sicherheitsverantwortung liegt beim Veranstalter und der Allianz Arena Stadion GmbH, einer Tochtergesellschaft des FC Bayern. Am besagten Abend gelang es dem Sicherheitspersonal jedoch nicht, die stürmenden Ultras aufzuhalten.

Nach dem Vorfall kam es zu einem Austausch zwischen dem FC Bayern und den Ultras. Die Fans sollen dabei beteuert haben, die Verletzungen der Fotografen sehr zu bedauern und sich dafür entschuldigt zu haben. Ob dies strafrechtliche Konsequenzen abwenden kann, bleibt abzuwarten.

Die Polizei ermittelt nun aufgrund des Verdachts der Körperverletzung. Die Auswertung der Stadion-Videoaufnahmen soll klären, ob die Ultras vorsätzlich oder fahrlässig handelten. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit bei Großveranstaltungen und zum Verhalten von Fan-Gruppierungen auf.

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