Voller Rückhalt im Tor: Kersken bleibt Arminias Nummer 1
In der heißen Phase des Abstiegskampfes in der 2. Bundesliga hat sich Arminia Bielefelds Trainer Mitch Kniat eindeutig positioniert. Trotz einiger unsicherer Momente von Torwart Jonas Kersken in den letzten Spielen bleibt der 25-Jährige unangefochten die Nummer 1 im Kasten der Ostwestfalen.
Kniat verteidigt seinen Torhüter entschieden
„Wir wissen, dass ein Torwart immer mal wieder so eine Phase haben kann – ob in der Bundesliga oder Champions League“, erklärte der 40-jährige Trainer in der Vorbereitung auf das entscheidende Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag. Statt öffentlicher Kritik gab es für Kersken nach den Gegentoren gegen Karlsruher SC, Darmstadt 98 und FC Schalke 04 ausschließlich Unterstützung aus dem Trainerteam.
Kniat betonte: „Den meisten Druck macht sich Jonas selbst. Es ist nun meine Aufgabe, dem Jungen den Druck zu nehmen. Wir sind davon überzeugt, dass er in den nächsten Spielen die guten Leistungen zeigen wird, die wir von ihm gewohnt sind.“ Der Trainer zeigte sich überzeugt von den Fähigkeiten seines Torwarts und verwies auf dessen bisherige starke Auftritte in der Saison.
Heimspiele als Schlüssel zum Klassenerhalt
Für Arminia Bielefeld wird das Spiel gegen Nürnberg zur Pflichtaufgabe im Kampf um den Verbleib in der 2. Bundesliga. Mit sieben Mannschaften, die noch vom Abstieg bedroht sind, bleibt das Rennen bis zum letzten Spieltag hoch spannend. Besonders die Heimspiele gegen Nürnberg, VfL Bochum und Hertha BSC werden für die Ostwestfalen entscheidend, die auswärts die schwächste Bilanz aller Zweitligisten aufweisen.
„Wir bleiben auf jeden Fall bis zum Ende der Saison da unten. Die Liga ist ganz eng zusammengerückt“, analysierte Kniat die aktuelle Tabellensituation. „Es gibt keine Mannschaft, die drei Spiele hintereinander gewinnt. Wir müssen gegen Nürnberg von Anfang an Vollgas geben, dann werden wir auch unser Publikum wieder mitnehmen.“
Mannschaft muss Torwart unterstützen
Der Trainer machte deutlich, dass nicht nur der Torwart, sondern die gesamte Mannschaft Verantwortung trägt: „Und sollte er doch mal einen Patzer machen, muss die Mannschaft eben noch ein Tor mehr erzielen.“ Diese Aussage unterstreicht den teaminternen Zusammenhalt, den Kniat in der entscheidenden Phase der Saison fördern will.
Mit dieser klaren Positionierung schafft der Trainer Planungssicherheit für die letzten Spiele und nimmt gleichzeitig psychologischen Druck von seinem Torwart. In einem so knappen Abstiegskampf kann diese mentale Stärke den entscheidenden Unterschied ausmachen.



