Gianni Infantino kann für eine mögliche weitere Amtszeit als FIFA-Präsident auch auf die volle Unterstützung aus Afrika bauen. Der Afrikanische Fußballverband (CAF) teilte am Donnerstag mit, dass sich seine Mitgliedsverbände auf einer Sitzung vor dem FIFA-Kongress in Vancouver „einstimmig“ für eine Wiederwahl des Amtsinhabers ausgesprochen haben. Infantino selbst hat eine erneute Kandidatur für den Zeitraum von 2027 bis 2031 noch nicht offiziell bestätigt.
Rückendeckung aus Afrika und Südamerika
Bereits Anfang April hatte sich der Südamerikanische Fußballverband (CONMEBOL) öffentlich für eine weitere Amtszeit des Schweizers positioniert. Dieser Vorstoß erfolgte möglicherweise vor dem Hintergrund der Debatte um eine Aufstockung der WM 2030 auf 64 Teams. Aktuell sind drei Spiele in Paraguay, Uruguay und Argentinien geplant, während das Turnier hauptsächlich in Spanien, Portugal und Marokko stattfindet. Eine Aufstockung könnte Südamerika weitere Partien bringen.
Infantinos unangefochtene Position
Infantino war 2016 auf Joseph Blatter an der FIFA-Spitze gefolgt und wurde 2019 sowie 2023 jeweils ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Eine Statutenänderung, die das FIFA-Council um DFB-Chef Bernd Neuendorf vor vier Jahren beschloss, ermöglicht ihm eine Amtszeit bis 2031. Der 56-Jährige hat unter seiner Führung Rekordeinnahmen erzielt und seine Macht im Weltverband weiter ausgebaut.
Kritik an Infantino
Zuletzt stand Infantino aufgrund seiner engen Beziehung zum US-Präsidenten Donald Trump in der Kritik. Die Organisation Fair Square reichte eine Beschwerde bei der FIFA-Ethikkommission wegen möglicher Verstöße gegen die politische Neutralität ein. Der norwegische Verband unterstützte diese Beschwerde. Abgesehen davon ist aus den FIFA-Mitgliedsverbänden kaum Kritik an Infantino zu vernehmen.



