Eklat in der 3. Liga: RWE-Torwart Wienand nach Böllerwurf im Krankenhaus
Das Drittligaspiel zwischen Rot-Weiss Essen und Waldhof Mannheim am 04. März 2026 wurde von einem schweren Zwischenfall überschattet, der das Spiel beinahe zum Abbruch brachte. Essens Torwart Felix Wienand wurde in der zweiten Halbzeit durch einen geworfenen Böller verletzt und musste zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Verletzung durch Feuerwerkskörper aus Gästeblock
In der 53. Minute detonierte ein Feuerwerkskörper im Strafraum von Rot-Weiss Essen. Der 23-jährige Torhüter Felix Wienand ging sofort zu Boden, hielt sich die Ohren und zeigte deutliche Schmerzreaktionen. Schiedsrichter Lennart Kernchen unterbrach das Spiel umgehend und schickte beide Mannschaften in die Kabinen, während medizinisches Personal den verletzten Spieler auf dem Platz versorgte.
Nach ersten Untersuchungen erlitt Wienand ein Knalltrauma und eine akute Belastungsreaktion. Der Böller war offenbar aus dem Block der Waldhof Mannheim-Fans geworfen worden, was zu erheblichen Spannungen führte.
Emotionale Reaktionen und Spielfortsetzung
Essens Trainer Uwe Koschinat reagierte während der Unterbrechung sichtlich wütend und gestikulierte in Richtung der Mannheimer Fans. "Ihm geht es wirklich nicht gut. Es geht um die Gesundheit eines Spielers, die wurde sehr mutwillig aufs Spiel gesetzt", sagte Koschinat nach dem Spiel. "Wir hoffen alle, dass er keine längerfristigen Schäden davon trägt. Das ist ja bei so einer Aktion durchaus zu befürchten."
Das Spiel stand etwa 45 Minuten lang vor dem Abbruch, wurde dann aber doch fortgesetzt. Rot-Weiss Essen gewann die Partie mit 1:0 durch ein Tor von Marek Janssen in der 35. Minute. In der 67. Minute sah Mannheims Stürmer Terrence Boyd die rote Karte, nachdem er einen Essener Spieler mit dem Fuß im Gesicht getroffen hatte.
Gesundheitliche Folgen und weitere Untersuchungen
Felix Wienand wurde nach der Erstversorgung auf dem Platz ausgewechselt und zur genaueren Diagnose in ein Krankenhaus gebracht. Der Verein teilte auf der Plattform X mit, dass weitere Untersuchungen folgen sollen, um mögliche Langzeitschäden auszuschließen. Ein Knalltrauma kann zu dauerhaften Gehörschäden führen und erfordert eine sorgfältige medizinische Betreuung.
Dieser Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit bei Fußballspielen auf und zeigt, wie schnell pyrotechnische Gegenstände zu ernsthaften Verletzungen führen können. Die Reaktionen aller Beteiligten machen deutlich, dass solche Vorkommnisse im Sport nicht toleriert werden dürfen.



