Der britische Tennisprofi Arthur Fery hat bei den diesjährigen Wimbledon Championships für eine Sensation gesorgt. Der 23-Jährige, der mit einer Wildcard an dem Rasenklassiker in London teilnimmt, besiegte den Bulgaren Grigor Dimitrow (35) in einem packenden Fünf-Satz-Match mit 7:5, 3:6, 4:6, 6:4, 7:6 (10:7). Damit zog er ins Viertelfinale ein und ließ die britischen Fans auf dem Centre Court jubeln. Fery ist der einzige verbliebene Brite im Einzel und der erste Wildcard-Profi aus Großbritannien, der bei einem Grand-Slam-Turnier das Viertelfinale erreicht hat.
Ein Traum wird wahr
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Die Unterstützung war phänomenal“, sagte Fery nach dem Match, während das Publikum ihn mit Sprechchören feierte. „Ich bin fünf Minuten von hier aufgewachsen. Nun hier zu spielen, die Unterstützung zu fühlen und zu gewinnen, ist unglaublich. Es ist ein Traum.“ Der Außenseiter drehte einen 1:2-Satzrückstand und feierte nach 3:55 Stunden seinen Erfolg. Es war das erste Achtelfinale zwischen zwei Wildcard-Teilnehmern bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt.
In der nächsten Runde trifft Fery auf den italienischen French-Open-Finalisten Flavio Cobolli. Die Partie verspricht erneut Spannung, da Cobolli ebenfalls in hervorragender Form ist.
Emotionale Wimbledon-Rückkehr für Dimitrow
Auch Dimitrow wurde nach dem Match mit Applaus verabschiedet. Der bulgarische Routinier, der ebenfalls eine Wildcard erhalten hatte, zeigte eine starke Leistung, musste sich aber letztlich geschlagen geben. Der frühere Top-Fünf-Spieler hatte im vergangenen Jahr im Achtelfinale gegen Jannik Sinner mit 2:0-Sätzen geführt, dann aber wegen einer Brustmuskelverletzung aufgeben müssen. Diesmal kämpfte er bis zum Schluss, verlor jedoch im Tiebreak des entscheidenden Satzes.
Ferys Erfolg ist umso bemerkenswerter, als er erst vor wenigen Tagen von Prinzessin Kate bei einem seiner Matches beobachtet wurde. Die britische Öffentlichkeit feiert den jungen Spieler als neuen Hoffnungsträger des britischen Tennis.



