Eine Ära endet bei den Rostock Piranhas: Kapitän Kilian Steinmann geht nach fünf Jahren
Eine bedeutende Ära in der Geschichte der Rostock Piranhas ist zu Ende gegangen. Kapitän Kilian Steinmann verlässt den Eishockey-Oberligisten nach fünf Spielzeiten, in denen er sich zu einer zentralen Figur des Teams entwickelte. Die abgelaufene Saison 2025/26 markiert sein vorerst letztes Spiel im Trikot des Rostocker Eishockeyclubs.
Beeindruckende Bilanz eines Kapitäns
Der 24-jährige Stürmer aus dem bayrischen Erding gehört zu den bislang drei bekannten Abgängen des Teams. In seinen fünf Jahren bei den Piranhas absolvierte Steinmann insgesamt 224 Spiele, in denen er 45 Tore erzielte und 80 Vorlagen gab. Seine erste Partie bestritt er bereits am 27. August 2021 und entwickelte sich seither kontinuierlich weiter.
In der vergangenen Saison zeigte Steinmann mit 14 Toren und 23 Vorlagen in 50 Einsätzen erneut seine Qualitäten. Damit war er hinter den Kontingentspielern Jesper Öhrvall (21 Tore, 50 Vorlagen) und Liam Fraser (30 Tore, 20 Vorlagen) der drittbeste Scorer der Piranhas.
Abschiedsgespräch mit Kapitän Steinmann
In einem exklusiven Interview zog der scheidende Kapitän Bilanz über seine Zeit in Rostock und gab Einblicke in seine Zukunftspläne.
Wie bewerten Sie die sportliche Leistung der Piranhas in der abgelaufenen Saison?
„Wir sind auf jeden Fall nicht zufrieden mit dem Tabellenplatz in dieser Saison gewesen. Wir hatten uns mehr vorgenommen und wollten im Vergleich zur letzten Saison noch einmal einen Schritt nach vorne machen. Das hat dieses Jahr mit dem Verpassen der Playoffs nicht geklappt. Dennoch hat man in einer immer stärkeren Liga solide mitgehalten, und ich denke, wenn an den richtigen Schrauben gedreht wird, ist einiges für die nächste Saison möglich.“
Wie schätzen Sie Ihre eigene Leistung in dieser Saison ein?
„Ich glaube, als Kapitän wird man sowohl an der eigenen, als auch an der Leistung der Mannschaft gemessen. Wir haben es nicht in die Playoffs geschafft, was mein großes Ziel war. Deshalb bin ich dieses Jahr nicht mit meiner eigenen Leistung zufrieden.“
Die Entscheidung für den Abschied
Wie und wann reifte die Entscheidung, dass die fünfte Saison Ihre letzte im Piranhas-Trikot ist?
„Anfangs bin ich wirklich nur mit dem Gedanken gekommen, dass ich eine Saison in Rostock bleiben würde. Dass es am Ende fünf Jahre geworden sind, war definitiv die richtige Entscheidung. Da ich mich aber jetzt dem Ende meines Studiums nähere, war für mich klar, diesen Schritt gehen zu müssen. Ich glaube, ich habe den richtigen Moment erwischt, und glaube, es war die richtige Entscheidung.“
Zukunftspläne des 24-Jährigen
Wie geht es für Sie sportlich und privat weiter?
„Privat steht für mich erst einmal Anfang April ein Praktikum in Thüringen an. Danach ist der Plan, in die Nähe Münchens zu ziehen und dort meine Masterarbeit zu schreiben und eventuell noch ein Praktikum zu absolvieren. Sportlich weiß ich es aktuell noch nicht genau, aber es wird definitiv ein Klub im Umkreis Münchens werden. Aber in welcher Liga genau, ist erst mal zweitrangig.“
Emotionale Verbindung zu Rostock
Was nehmen Sie aus Rostock an Erfahrungen und Eindrücken mit?
„Rostock war zuerst nur als Zwischenstation gedacht und hat sich im Laufe der Zeit zu meinem Lebensmittelpunkt entwickelt. Ich bin unfassbar froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben, und bin stolz auf das, was in den letzten Jahren passiert ist. Es ist immer schwer zu gehen. Aber wie sagt man so schön - man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Und eins ist sicher - man wird mich immer wieder mal in Rostock sehen.“
Die Rostock Piranhas verlieren mit Kilian Steinmann nicht nur einen erfahrenen Spieler und zuverlässigen Scorer, sondern vor allem ihren Kapitän und eine Identifikationsfigur. Sein Abschied markiert das Ende einer wichtigen Phase für den Oberligisten, der nun vor der Herausforderung steht, diese Lücke zu schließen und sich für die kommende Saison neu aufzustellen.



