Eisbären Berlin im Viertelfinale unter Druck: Trainer Aubin fordert deutliche Leistungssteigerung
Die Eisbären Berlin stehen nach einer völlig unnötigen Niederlage im DEL-Viertelfinale unter erheblichem Druck. Die 1:2-Niederlage nach Verlängerung in Straubing könnte noch ernste Folgen für die Hauptstädter haben, die damit ihren ersten Matchpuck für den Einzug ins Halbfinale versemmelt haben.
Serge Aubin schlägt Alarm
Eisbären-Trainer Serge Aubin (51), der mit den Berlinern noch keine Play-off-Serie verloren hat, zeigt sich besorgt: „Wir können besser spielen.“ Und die Mannschaft muss besser werden, denn wie schon in weiten Phasen des 2:1-Sieges in Spiel 4 ist es den Eisbären nicht gelungen, ihr schnelles, offensives Eishockey über volle sechzig Minuten aufs Eis zu bringen.
Die Berliner führen in der Serie zwar noch mit 3:2 (Modus best of seven) und können am Samstag (16.30 Uhr, MagentaSport, DF1) mit einem Sieg die Straubing Tigers in den Urlaub schicken. Doch dafür muss sich die Mannschaft erheblich steigern, wie Aubin deutlich macht.
Probleme in der Chancenverwertung
Was muss besser werden? Vor allen Dingen die Chancenverwertung. Leistungsträger wie Liam Kirk (26) oder Leo Pföderl (32) treffen das Tor nicht mehr und vergeben beste Möglichkeiten. Das rächt sich in den Play-offs häufig, wo jede Gelegenheit zählt. Die derzeit treffsicheren Ty Ronning (27) und Marcel Noebels (34) reichen bei weitem nicht aus, um diese Defizite auszugleichen.
Hinzu kommt, dass die Rettung oft nur dem sehr guten Torwart Jonas Stettmer (24) zu verdanken war, der in Straubing von seinen Vorderleuten oft allein gelassen wurde. Mit der hoffentlichen Genesung von Top-Verteidiger Kai Wissmann (29), der in Straubing erkrankt fehlte, könnte sich hoffentlich auch das Powerplay wieder verbessern.
Hexenkessel Pulverturm vermeiden
Das Fazit ist klar: Noch ist nichts verloren für die Eisbären, aber auf ein siebtes Spiel in Straubing sollte man aus Berliner Sicht lieber verzichten. Das Stadion am Pulverturm gilt als echter Hexenkessel mit aufgeheizter Stimmung – dort ist es für Gastmannschaften sehr schwer zu spielen und Punkte zu holen.
Weitere DEL-Viertelfinalbegegnungen
In der zweiten noch laufenden Viertelfinalbegegnung trifft München in Ingolstadt (14 Uhr, MagentaSport) auf die Schanzer (Stand 3:2 für München). Köln und Mannheim haben das Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga bereits erreicht und warten auf ihre Gegner.
Die Eisbären Berlin stehen somit an einem kritischen Punkt der Play-offs. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Mannschaft die geforderte Leistungssteigerung umsetzen kann oder ob die unnötige Niederlage in Straubing tatsächlich ernste Folgen für die Saison haben wird.



