Füchse Berlin: Trotz CL-Finalniederlage endgültig in der Weltspitze
Füchse Berlin: Endgültig in der Weltspitze trotz Finalniederlage

Zum zweiten Mal in Folge haben die Füchse Berlin das Finale der Champions League verloren. Gegen den FC Barcelona unterlagen sie mit 34:37. Doch trotz der erneuten Enttäuschung in Köln sollte man die Saison nicht auf diese eine Niederlage reduzieren. Die Füchse haben ihren Platz in der Weltspitze endgültig gefestigt.

Eine Saison der Superlative

Vor wenigen Jahren war Berlin noch ein Klub mit guten Ideen, großem Potenzial und herausragender Nachwuchsarbeit. Ein Verein, der immer wieder oben anklopfte, aber nicht dauerhaft zu den ganz Großen gezählt wurde. Diese Diskussion ist vorbei. Wer zweimal in Folge das Finale der Champions League erreicht, gehört nicht zufällig dorthin. Wer gleichzeitig national Titel gewinnt, international konstant liefert und Jahr für Jahr neue Spieler entwickelt, ist keine Überraschung mehr. Er ist angekommen.

Herausforderungen und Erfolge

Die Saison begann turbulent: Die Trennung von Meistertrainer Jaron Siewert und Sportvorstand Stefan Kretzschmar sorgte im September für Unruhe. Nicolej Krickau übernahm und führte die Mannschaft zum DHB-Pokalsieg, zur deutschen Vizemeisterschaft und erneut ins Champions-League-Finale. Im Final Four gelang es den Berlinern, den SC Magdeburg erstmals in dieser Saison zu schlagen – ausgerechnet im Halbfinale von Köln.

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Diese Rivalität zwischen Berlin und Magdeburg prägt den deutschen Handball und zwingt beide Vereine zur ständigen Weiterentwicklung. Der SCM gewann die Meisterschaft, die Füchse siegten auf Europas größter Bühne.

Nachwuchsarbeit als Trumpf

Während die Profis um die Krone kämpften, stand auch die U18 der Füchse im Finale der Youth Club Trophy. Sie verloren gegen GOG aus Dänemark, aber die Botschaft ist klar: Der Verein funktioniert von der Basis bis zur Weltspitze. Andere Klubs kaufen Stars, Berlin produziert sie zusätzlich selbst. Nach den Abgängen von Lasse Andersson und Dejan Milosavljev stehen mit Matthes Langhoff und Lasse Ludwig bereits zwei Eigengewächse bereit, die größere Rollen übernehmen können.

Blick nach vorne

Die Niederlage tut weh, aber sie zeigt auch: Die Füchse müssen nichts mehr beweisen. Kapitän Max Darj betonte nach dem Finale, dass man etwas richtig macht – als Mannschaft, als Verein, als Fans. Jahr um Jahr. Konstanz ist im Spitzensport schwerer als einmaliger Erfolg, und genau diese Konstanz haben die Berliner erreicht.

Trainer Nicolej Krickau sieht die zwei Finalteilnahmen als Mega-Leistung und als Diesel für die Zukunft: „Wir haben Hunger auf mehr.“ Das Team um Welthandballer Mathias Gidsel ist hungrig und längst nicht am Ende seiner Entwicklung. Lasse Andersson, der sein letztes Spiel für die Füchse bestritt, ist überzeugt, dass weitere Final Fours folgen und die Mannschaft in den nächsten Jahren auch mit einer Medaille dastehen wird.

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