Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei der Weltmeisterschaft in Dänemark und Norwegen überraschend die Goldmedaille gewonnen. Im Finale besiegte das Team um Bundestrainer Alfred Gislason die favorisierten Norwegerinnen mit 32:28. Eine besondere Rolle spielte dabei die Assistentin von Gislason, die als Co-Trainerin maßgeblich zum Erfolg beitrug.
Historischer Triumph für den deutschen Handball
Es ist der erste WM-Titel für die deutschen Frauen seit 1993. Damals holte die Mannschaft in Oslo ebenfalls Gold. Der Erfolg kommt überraschend, da die deutsche Auswahl vor dem Turnier nicht zu den Top-Favoriten zählte. „Wir haben als Team unglaublich zusammengehalten und uns von Spiel zu Spiel gesteigert“, sagte die Assistentin nach dem Finale.
Die entscheidende Phase war die zweite Halbzeit, in der die Deutschen einen 14:13-Rückstand zur Pause in einen souveränen Sieg verwandelten. Torhüterin Annika Fröhlich hielt mehrere Bälle in kritischen Momenten, während die Offensive um Kapitänin Anna Loerper immer wieder Lücken in der norwegischen Abwehr fand.
Gislason-Assistentin als Schlüsselfigur
Die Co-Trainerin, die seit 2021 Teil des Trainerstabs ist, hatte die Abwehrarbeit der Mannschaft speziell vorbereitet. „Sie hat ein unglaubliches Auge für Details und hat uns taktisch perfekt eingestellt“, lobte Gislason seine Assistentin. Die 38-Jährige selbst blieb bescheiden: „Der Erfolg gehört der gesamten Mannschaft und dem Trainerteam. Ich bin nur ein Teil davon.“
Statistisch gesehen war die deutsche Abwehr die beste des Turniers: Mit durchschnittlich nur 22,4 Gegentoren pro Spiel stellte das Team eine neue Bestmarke auf. Auch im Finale ließen die Deutschen nur 28 Tore zu – gegen die offensivstarken Norwegerinnen ein herausragender Wert.
Reaktionen auf den WM-Titel
Bundesinnenministerin Nancy Faeser gratulierte der Mannschaft per Twitter: „Herzlichen Glückwunsch zu diesem grandiosen Erfolg! Ihr habt Geschichte geschrieben.“ Auch der Deutsche Handballbund sprach von einem „Meilenstein“ für den Frauenhandball in Deutschland. Die Spielerinnen erhielten zudem eine Prämie von jeweils 50.000 Euro vom Verband.
Der Triumph könnte dem Frauenhandball in Deutschland neuen Schwung verleihen. Die Zuschauerzahlen in der Bundesliga waren zuletzt rückläufig. „Wir hoffen, dass dieser Titel viele Mädchen und junge Frauen inspiriert, mit dem Handball zu beginnen“, sagte eine Verbandssprecherin.



