Rekordnationalspieler Lothar Matthäus rechnet nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM mit einem Abschied von Julian Nagelsmann und einem neuen Bundestrainer für die Nationalmannschaft. „Ich glaube, dass es nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen muss. Das war einfach zu viel. Es gibt wahrscheinlich einiges aufzuarbeiten, auf dem Platz, außerhalb des Platzes“, sagte Matthäus der „Bild“.
Kritik an der Leistung gegen Paraguay und Ecuador
Matthäus kritisierte die Leistung im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, das Deutschland 3:4 im Elfmeterschießen verlor, empfand sie aber nicht als Einzelfall. „Ein Spiel kann immer passieren. Aber wir haben ja schon gegen Ecuador Katastrophe gespielt“, sagte der 65-Jährige. „Wenn man das Gesamte sieht: Ich bin nicht traurig. Ich bin überrascht, dass man gegen eine so schwache Mannschaft ausscheiden kann. Aber ich bin nicht traurig aufgrund der gezeigten Leistung.“
Nagelsmanns Bilanz als Bundestrainer
Nagelsmann hatte die DFB-Auswahl im September 2023 als Nachfolger von Hansi Flick übernommen. Bei der Heim-EM war im Viertelfinale Schluss. Die Niederlage gegen Paraguay war Nagelsmanns 37. Länderspiel als Bundestrainer. Damit endet seine Amtszeit möglicherweise mit einer enttäuschenden Bilanz.
Matthäus nimmt Kimmich in Schutz
In Schutz nahm Matthäus Kapitän Joshua Kimmich. „Er ist ja einer, der führen will, das zeigt er auch bei Bayern München. Du musst ihn halt auf die richtige Position stellen. Ich glaube nicht, dass er sich hinten rechts wohl gefühlt hat“, sagte Matthäus. „Er ist für mich nach wie vor ein Spieler der auch in den nächsten Jahren bei der Nationalmannschaft dabei sein wird.“ (dpa)



