Alba Berlin krönt sich mit epischem Comeback gegen Bayern München zum Meister
Alba Berlin schafft sensationelles Comeback gegen Bayern

Alba Berlin hat am Sonntagabend die deutsche Basketball-Meisterschaft gewonnen. Im fünften und entscheidenden Finalspiel der BBL-Playoffs besiegte das Team den großen Rivalen FC Bayern München in München mit 84:81. Der Erfolg ist die größte Sensation in der 35-jährigen Vereinsgeschichte des Hauptstadtklubs.

Ein Comeback für die Geschichtsbücher

Zur Halbzeit lag Alba mit 20 Punkten zurück. Die Münchner, angeführt von Welt- und Europameistern, schienen bereits auf dem Weg zur Meisterfeier. Doch die Berliner kämpften sich zurück. In einer dramatischen zweiten Halbzeit drehten sie das Spiel und sicherten sich den Titel. „Das war eine Leistung, die in die Geschichtsbücher eingeht“, kommentierte ein sichtlich bewegter Trainer Pedro Calles nach dem Spiel.

Das Finale spiegelte die gesamte Saison von Alba wider: Viele Hindernisse, zwischenzeitliches Wanken, aber niemals Aufgeben. Bereits im vierten Spiel der Serie lagen die Berliner in der Max-Schmeling-Halle mit zehn Punkten zurück, ehe sie das Spiel noch drehten. Am Sonntag übertrafen sie diese Leistung noch.

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Kollektiv schlägt Individualität

Der Sieg war ein Triumph der Mannschaftsleistung. Während die Bayern unter Druck wie eine Ansammlung individueller Talente wirkten, agierten die Berliner als verschworene Gemeinschaft. Kapitän Jonas Mattisseck verteidigte exzellent und traf sechs von sieben Dreiern. Malte Delow steuerte ebenfalls wichtige Punkte bei. Justin Bean wurde als bester Spieler der Finalserie ausgezeichnet. Auf dem Meisterfoto hoben Mattisseck, Delow und Ex-Kapitän Martin Hermannsson gemeinsam den Pokal – ein Symbol für den Teamgeist.

„Wir haben gezeigt, dass Kollektivität Individualität besiegen kann“, sagte Mattisseck nach dem Spiel. Alba hatte vor dieser Saison 22 nationale und einen internationalen Titel gewonnen, aber eine solche Sensation gab es noch nie.

Pedro Calles und Himar Ojeda im Rampenlicht

Trainer Pedro Calles, der in Vechta als großes Trainertalent galt, aber 15 Play-off-Spiele in Folge verloren hatte, rehabilitierte sich eindrucksvoll. Nach Kritik zu Beginn der Play-offs führte er sein Team mit verbessertem Auszeitenmanagement und klarer Rollenverteilung zum Titel. „Pedro hat uns in den entscheidenden Momenten perfekt eingestellt“, lobte Sportdirektor Himar Ojeda.

Ojeda selbst hatte nach schwierigen Jahren beim Kaderumbau unter finanziellen Zwängen ebenfalls Kritik einstecken müssen. Doch mit der Rückholaktion von Jack Kayil und der Nachverpflichtung von Michael Rataj gelangen ihm zwei entscheidende Transfercoups. „Ohne diese Verstärkungen wäre der Titel nicht möglich gewesen“, so Ojeda.

Zukunft ungewiss, aber Titel von unschätzbarem Wert

Trotz des Erfolgs bleibt die Zukunft ungewiss. Schlüsselspieler Kayil wird voraussichtlich in die NBA wechseln, und die meisten Verträge laufen aus. Für die Fans und das Selbstverständnis von Alba Berlin als Klub, der trotz aller Herausforderungen um Titel kämpfen will, ist dieser Erfolg jedoch Gold wert. „Diese Meisterschaft wird uns noch lange begleiten“, sagte Calles.

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