Uckermark feiert sportliche Vorbilder und ehrenamtliches Engagement
Im Plenarsaal des Landkreises Uckermark in Prenzlau fand die feierliche Sportlerehrung sowie die Würdigung des Ehrenamtes für das Jahr 2025 statt. Der Kreissportbund Uckermark e. V. (KSB) versammelte Sportlerinnen und Sportler, Vereinsvertreter, Geehrte und Unterstützer zu einer Veranstaltung, die von Dankbarkeit, Zusammenhalt und Begeisterung für die sportliche Entwicklung der Region geprägt war.
Wertschätzung für 167 Sportvereine und ihre Mitglieder
Frank Fleske, Vorsitzender des KSB, eröffnete die Veranstaltung, bevor Landrätin Karina Dörk (CDU) das Wort ergriff. Sie betonte das immense Engagement aller Beteiligten, das Kindern und Jugendlichen in den 167 Sportvereinen der Uckermark sportliche Entfaltung ermöglicht. „Motivation ist kein Selbstläufer“, so Dörk, und verwies auf die Bedeutung von Unterstützung durch Vereine, Eltern und Förderer für das Erreichen sportlicher Ziele.
Thorsten Weßels, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Uckermark und finanzieller Unterstützer des KSB, hob in seiner Rede hervor, dass sportliche Vereine die Attraktivität der Region nachhaltig stärken. Er zollte Übungsleitern, Trainern, Helfern und Eltern Respekt für ihren Einsatz. Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Brandenburg e. V., lobte die Organisation der Veranstaltung und die beeindruckende Mitgliederentwicklung: 19.635 Menschen gehören dem regionalen Sportsystem an – ein Beleg für lebendiges Vereinsleben.
Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien
Moderiert von Silvio Grensing und Pascal Warnke standen die Auszeichnungen in folgenden Kategorien im Mittelpunkt:
- Sportlerinnen und Sportler bis 14 Jahre (weiblich und männlich)
- Sportlerinnen und Sportler 15 bis 21 Jahre (weiblich und männlich)
- Frauen und Männer
- Mannschaft des Jahres
- Trainerpreis
Die Nominierungen stammten direkt aus den Sportvereinen der Uckermark, die ihre Kandidaten einer Jury zur Auswahl vorlegten. Die Verleihung spiegelte den hohen Stellenwert sportlicher Vorbilder und die Verankerung von Talententwicklung, Fair Play und Teamgeist in der Region wider.
Emotionaler Höhepunkt: Verabschiedung von Ole Brandt
Ein bewegender Moment war die Verabschiedung von Ole Brandt, der seit 2022 im Kanurennsport beim Prenzlauer Sportverein Uckermark e.V. durch Trainingsfleiß und stetige Entwicklung auffiel. 2025 wurde er im K1 Landesmeister und Ostdeutscher Meister. Für die Auswahlmannschaft des Landes Brandenburg nahm er am Olympiapokal WK in Berlin teil und stand dreimal auf dem Treppchen.
Seine Mutter Arite schilderte emotional, wie der Sportschul-Leitfaden seit zweieinhalb Jahren den Alltag dominierte und wie herausfordernd der Weg zur Bewerbung an der Sportschule in Potsdam war. Im Januar 2026 kam die Zusage: Ole wird die Sportschule besuchen. Ihre Worte verdeutlichten den Mix aus Stolz, Wehmut und Zuversicht, wenn ein junger Athlet seinen Traum verwirklicht.
Preisträger und Ehrenurkunden
Die Abendveranstaltung zeigte, dass sportlicher Erfolg eng mit ehrenamtlichem Engagement, familiärer Unterstützung und nachhaltiger Förderung verknüpft ist. Neben den Siegerinnen und Siegern wurden alle Beteiligten für ihren beharrlichen Einsatz gewürdigt, der jungen Talenten Entwicklungsraum bietet.
Ausgezeichnet mit Ehrenurkunden des Landkreises Uckermark wurden: Gabriele Tollkamp, Helmuth Rosenow, Jürgen Stockfisch, Lutz Greulich, Armin Habereder, Christian Rada, Jenny Schnur, Rainer Neumann, Andreas Siebert, Jörg Brämer und Kathleen Discher.
Die Gewinner im Überblick
Sportlerinnen bis 14 Jahre, weiblich: 1. Platz – Pia May Ludwig (Schwimmen), 2. Platz – Marika Stüdemann (Leichtathletik), 3. Platz – Lara Hänsel (Judo) und Charlott Buttler (Bogensport), 4. Platz – Rosalie Bunn (Boxen), 5. Platz – Milla Meister (Leichtathletik), 6. Platz – Lotta Estelle Kochinke (Schwimmen).
Sportler bis 14 Jahre, männlich: 1. Platz – Ole Marten Paschke (Gewichtheben), 2. Platz – Anton Kersten (Judo), 3. Platz – Janis Lück (Schwimmen).
Sportlerinnen 15 bis 21 Jahre, weiblich: 1. Platz – Leonie Mau (Schwimmen) und Emily Fädrich (Boxen), 2. Platz – Amy Gersdorf (Turnen), 3. Platz – Carolin Werner (Turnen), 4. Platz – Sophie Frank (Schießsport), 5. Platz – Jasmin Stephan (Leichtathletik/Laufsport).
Sportler 15 bis 21 Jahre, männlich: 1. Platz – Adam Shapijanow (Boxen), 2. Platz – Moritz Hebrock (Sportschießen), 3. Platz – Yasin Kadyev (Boxen), 4. Platz – Kai Schubert (Bogensport).
Beste Sportlerinnen: Juliane Gleboczyk (Judo), Monika Lenz (Bogensport), Daniela Seidel (Schießsport).
Beste Sportler: Jon Luke Mau (Gewichtheben), Andreas Gdanitz (Bogensport), Colin Ramm (Motocross), Johann Voigt (Judo).
Mannschaften: 1. Platz – Uckerdrachen Germany (Drachenbootverein Prenzlau e. V.), 2. Platz – MSC Templin e. V. im ADAC und U12 weiblich (VfB Gramzow e. V.), 3. Platz – B-Jugend weiblich (Templiner SV Lok 1951 e. V.), 4. Platz – Recurve Mannschaft Jugend (SSV PCK 90 Schwedt e. V.), 5. Platz – D-Jugend männlich (SV Berolina Lychen e. V.), 6. Platz – Ü40 Männer (SSV PCK 90 Schwedt e. V./SG Uckermark).
Trainerpreis: Fabian Sümnich, FSV Rot-Weiß Prenzlau e.V.
Sympathiegewinner: Mirko Borchardt, FSV City 76 Schwedt e. V.
Die Anerkennung ging damit weit über Medaillen hinaus: Sie würdigte Gemeinschaft, Wertevermittlung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – Eigenschaften, die die Uckermark auch künftig sportlich stark machen werden.



