Ricarda Lang plant Halbmarathon: Vom Sportmuffel zur ambitionierten Läuferin
Die ehemalige Grünen-Chefin Ricarda Lang (32) hat ein neues sportliches Ziel vor Augen: Sie bereitet sich intensiv auf ihren ersten Halbmarathon vor. Die Politikerin, die in den vergangenen Monaten eine beeindruckende persönliche Transformation durchlaufen hat, will die klassische Distanz von 21,0975 Kilometern bewältigen.
Der lange Weg zum Laufen
Ihre Laufkarriere begann bescheiden im Mai 2025, als Lang ihr erstes Jogging-Foto aus Goldegg im Salzburger Land postete. In grüner Leggings und mit rotem Gesicht schrieb sie damals tapfer: „Alles wird schöner mit Bergen drumherum.“ Seitdem hat sie kontinuierlich an ihrer Ausdauer gearbeitet und teilt regelmäßig Einblicke in ihr Training auf Instagram.
Ein besonderes Foto zeigt die Politikerin mit ihrem Mann, dem Mathematiker Florian Wilsch, während eines gemeinsamen Laufs im November 2025. Dick eingepackt mit Stirnband, Mütze und Funktionsjacke waren beide im hannoverschen Stadtwald Eilenriede unterwegs. Zu einem anderen Selfie mit Ponyfrisur und Laufstirnband kommentierte Lang selbstkritisch: „Pony und Laufstirnband: keine gute Idee.“
Persönliche Transformation
Mehr als 40 Kilogramm hat Ricarda Lang inzwischen abgenommen. Im Herbst 2025 erklärte sie gegenüber BILD: „Ich wollte fit sein, gesund. Ich wollte mir selbst wiedergehören.“ Es habe keinen einzelnen besonderen Moment gegeben, der „alles verändert hat“, betonte die Politikerin. Stattdessen beschrieb sie den Prozess als langsame Entwicklung, die mit ihrem 30. Geburtstag begonnen habe.
Neben dem Lauftraining hat Lang auch ihre Ernährung umgestellt – „ohne Verbote“, wie sie betont. Zudem geht sie regelmäßig ins Fitnessstudio und hat ihre Leidenschaft für Krafttraining entdeckt. „Ich liebe Krafttraining heute und ich mag meinen Körper, weil er stark ist“, so die Politikerin, die früher Sport „peinlich“ fand und im Schulsport immer als Letzte ankam.
Neue Herausforderungen
Parallel zu ihrer sportlichen Entwicklung kümmert sich Lang auch um ihre berufliche Zukunft: Sie hat ein Studium wiederaufgenommen. In einem Interview mit der „Zeit“ wurde sie gefragt, ob man eigensinnige Politiker auch mal „laufen lassen“ solle. Ihre Antwort fiel eindeutig aus: „Na klar!“ Und dass sie einmal hobbymäßig laufen würde, hätte sie „auch niemals gedacht“.
Nun bereitet sich die ehemalige Parteivorsitzende mit viel Disziplin auf ihren sportlichen Sommer vor. Der Halbmarathon markiert einen weiteren Meilenstein in ihrer persönlichen Entwicklung – von der Politikerin, die sich selbst wiederfinden wollte, zur ambitionierten Läuferin, die neue Grenzen auslotet.



