Bobbycar-Rennen in Kummer: 90-Grad-Kurve entscheidet Finale
Bobbycar-Rennen in Kummer: Finale entschieden

Beim Bobbycar-Rennen am 1. Mai auf dem Mühlenberg in Kummer ging es um den Spaß für Teilnehmer und Zuschauer. Ganz egal war den kleinen und großen Rennfahrern das Ergebnis aber nicht. Rund 40 Starter gingen an den Start, um den Mühlenberg-Cup zu gewinnen.

Spannende Rennen und enge Entscheidungen

„Konzentrieren, Johann. Konzentrieren.“ Die Anfeuerungsrufe auf dem Mühlenberg bei Kummer galten dem achtjährigen Johann Lohse aus Neustadt-Glewe. Er hatte es beim Bobbycar-Rennen weit nach vorn geschafft. Wie weit genau, mussten zwei Stechen zeigen.

Knapp 40 Starter waren in diesem Jahr beim Rennen um den Mühlenberg-Cup angetreten. „Zwei hatten kurzfristig, als das Rennen eigentlich schon lief, zurückgezogen“, so Matthias Ruckick aus Ludwigslust, der gemeinsam mit Christian Schultz aus Kummer die Organisation leitete. Jeder Starter hatte mehrere Läufe, in denen er Punkte für die Gesamtwertung sammelte.

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Die Strecke und ihre Tücken

Von einer Startrampe aus ging es den Mühlenberg hinunter. Unterwegs mussten Reifenschikanen umfahren werden. Knackpunkt war eine 90-Grad-Kurve kurz vor dem Ziel. Für manchen Teilnehmer endete die Fahrt dort in den Strohballen. Die Zuschauer am Streckenrand fieberten mit.

Nach 82 Läufen standen noch nicht alle Sieger fest, mehrere Stechen waren erforderlich. Besonders eng ging es in der Altersklasse Kinder bis acht Jahre zu. Dort lagen vier Mädchen und Jungen mit gleicher Punktzahl an der Spitze. Einer davon war Johann. „Ich bin schon zum vierten Mal beim Rennen dabei“, erzählte der junge Neustädter. „Weil es Spaß macht. Aber ich möchte auch gewinnen.“ Als er vor wenigen Jahren zum ersten Mal in Kummer startete, habe sein Bobbycar noch die originalen Plastikräder gehabt. „Jetzt habe ich Gummiräder.“

Die Sieger der einzelnen Klassen

Ganz für den Sieg reichte es zwar nicht. Am Ende konnte sich Johann über den dritten Platz freuen. Zweiter wurde Max Kleiber. Den Sieg holte Ida Schumacher, die zum ersten Mal am Start war. Die 90-Grad-Kurve entschied das Finale. Idas Papa Kai gehörte vor Jahren zu den aktivsten und erfolgreichsten Teilnehmern der Bobbycar-Rennen in Kummer. Ida stand ihm in Sachen Selbstbewusstsein kaum nach. Auf die Frage, ob sie mit dem Sieg gerechnet hätte, sagte sie unumwunden: Ja!

Bei den Kindern bis fünf Jahre gewann Lennard Wolk vor Lova van Heland und Merle Pempe. Bei den Kindern bis elf Jahre siegte Theda Kleiber vor Franz Koch und Max Schultz. Bei der Jugend holte Felix Schultz den Sieg vor Gustaf Koch und Carl Söchting. Die Männer-Wertung entschied Mattes Neumann für sich vor Christian Schultz und Siegmar Westphal. Jüngster Teilnehmer des Rennens war der dreijährige Michel Jastram aus Ludwigslust.

Ausblick auf das Jubiläum

Im kommenden Jahr erlebt das Bobbycar-Rennen am Mühlenberg sein Jubiläum, dann wartet die 20. Auflage. Zum Dorfjubiläum 2006 war es nach einer Idee von Harry Baase aus der Taufe gehoben worden und fand seither (fast) jedes Jahr statt. Nur Corona hatte die Rennfahrer auf ihren Plastikflitzern einmal ausgebremst.

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