Verpasster Dopingtest: Ex-Wimbledonsiegerin Vondrousova für vier Jahre gesperrt
Verpasster Dopingtest: Vondrousova vier Jahre gesperrt

Die frühere Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova ist wegen eines verpassten Dopingtests für vier Jahre bis zum 21. Juni 2030 gesperrt worden. Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) teilte mit, dass der versäumte Test vom 3. Dezember 2025 nach den Anti-Doping-Regeln wie ein positiver Befund gewertet werden müsse. Damit solle verhindert werden, dass ein Dopingsünder auf diesem Wege eine härtere Strafe vermeide. Die 26-jährige Tschechin, die seit Januar nicht mehr auf der WTA-Tour angetreten ist, kann gegen die Entscheidung noch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS vorgehen.

Vondrousova: Angst und Sicherheitsbedenken als Begründung

Vondrousova hatte den versäumten Test im April mit einer Angststörung erklärt. Der Vorfall habe sich ereignet, „weil ich nach Monaten körperlicher und seelischer Belastung an meine Grenzen gestoßen bin“, schrieb sie auf Instagram. Die Wimbledon-Siegerin von 2023 schilderte, dass ein Dopingkontrolleur am späten Abend an ihrer Tür geklingelt habe, ohne sich ordnungsgemäß auszuweisen. „Ich habe so reagiert, wie es jemand tut, der in diesem Moment Angst hatte. Es ging darum, mich sicher zu fühlen, und nicht darum, irgendetwas zu vermeiden“, erklärte sie. Sie habe „lange mit Verletzungen, ständigem Druck und Schlafproblemen“ zu kämpfen gehabt, was sie zermürbt habe. Zudem hätten „jahrelange hasserfüllte Nachrichten und Drohungen dazu geführt, dass ich mich in meinem eigenen Zuhause nicht mehr sicher fühle.“

ITIA: Begründung nicht überzeugend

Die ITIA gab an, dass Vondrousova auch bei der Anhörung Stress, mentale Gesundheit und Sicherheitsbedenken als Gründe anführte, dies jedoch „keine überzeugende Rechtfertigung“ gewesen sei. ITIA-Chefin Karen Moorhouse betonte: „Unsere Tester sind gut ausgebildet und professionell, und das Geschlecht unseres Testbeobachters stimmt immer mit dem des Spielers überein. Sie tragen stets einen Ausweis bei sich, und die Spieler haben die Möglichkeit, ihre Identität auf andere Weise zu überprüfen, falls sie sich einmal unsicher sind.“ Die Sperre gilt bis 2030, wobei Vondrousova noch die Möglichkeit hat, Berufung beim CAS einzulegen.

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