Wellens rechnet mit Leyton Orient ab: „Ein Jahr verschwendet“
Wellens: „Habe ein Jahr meiner Karriere verschwendet“

Dicke Luft trotz Klassenerhalt: Der englische Drittligist Leyton Orient hat eine enttäuschende Saison hinter sich. Am Ende reichte es nur für Platz 20, einen Rang über den Abstiegsplätzen. Nach dem letzten Saisonspiel gegen Burton Albion (2:2) ließ Trainer Richie Wellens (46) seinem Frust freien Lauf und rechnete schonungslos mit seiner Mannschaft ab.

Wellens: „Eine peinliche Saison“

Der 46-jährige Ex-Profi, der auf 213 Einsätze in der zweiten englischen Liga zurückblickt, nahm kein Blatt vor den Mund. Der Auslöser: Nach dem Abpfiff ließ sich das Team von den Fans feiern und drehte eine Ehrenrunde vor heimischem Publikum. Wellens erklärte gegenüber Reportern: „Der Abstieg stand uns lange ins Gesicht geschrieben. Deshalb habe ich ihnen gesagt: Beklatscht die Fans, denn sie haben es sich verdient. Sie haben die ganze Saison über Geld bezahlt, um uns zu Hause und auswärts zu sehen – sie verdienen es, beklatscht zu werden. Aber feiert dann nicht mit eurer Familie. Verlasst den Platz. Es war eine peinliche Saison. Zu viele Spieler haben zehn Monate ihrer Karriere verschwendet. Ich habe ein Jahr meiner Trainerkarriere verschwendet. Außerdem haben sie die Zeit der Fans verschwendet. Wir haben ihnen nicht genug Tage geboten, an denen sie zu uns kommen konnten.“

Rückschritt nach vielversprechender Vorsaison

Für den Verein aus dem Osten Londons bedeutet diese Spielzeit einen krassen Rückschritt. In der Vorsaison hatte Leyton Orient noch den sechsten Platz belegt und sich für die Play-offs zum Aufstieg in die zweite Liga qualifiziert. Nach einem Halbfinalerfolg gegen Stockport verlor das Team von Wellens jedoch das Aufstiegsendspiel gegen Charlton mit 0:1. Knapp ein Jahr später schrammte Leyton nur knapp am Abstieg in die Viertklassigkeit vorbei. Ein größerer Umbruch scheint daher unausweichlich.

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Wellens kündigt Konsequenzen an

Wellens machte deutlich, dass er die Leistungen seiner Spieler nicht einfach so hinnehmen wird: „Ich werde ihnen nichts vormachen. Ich bin ein ehrlicher Mensch. Ich habe sie in Besprechungen und Einzelgesprächen zur Rede gestellt.“ Er fügte hinzu: „Ich brauche mehr. Wir geben euch die Möglichkeit, euch zu verbessern, und stellen euch alle Informationen zur Verfügung. Wir stellen ein Analysevideo in die Spielergruppe, und 50 Prozent von ihnen schauen es sich nicht an. Wie soll das gehen?“

Die Zukunft von Richie Wellens bei Leyton Orient ist trotz des Klassenerhalts ungewiss. Mit seiner deutlichen Kritik hat er jedoch ein Zeichen gesetzt: So kann es nicht weitergehen.

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