Der furios aufspielende Jan-Lennard Struff hat in Wimbledon Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal in seiner Karriere erreichte der 36-jährige Davis-Cup-Spieler das Achtelfinale des Rasenklassikers. In einem packenden Drittrundenmatch besiegte er den ehemaligen US-Open-Sieger Daniil Medwedew mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 7:5.
Struff zeigt Nervenstärke in Tiebreak-Krimi
Der Matchverlauf war eine Achterbahnfahrt. In allen drei Sätzen lag Struff zunächst zurück, kämpfte sich aber jedes Mal zurück. Besonders beeindruckend war seine Aufholjagd im dritten Satz, als er einen 2:5-Rückstand in ein 7:5 verwandelte. „Es ist sehr wichtig für mich, ich bin sehr stolz und sehr glücklich“, sagte Struff nach dem Match. „Es ist unglaublich.“
Medwedew chancenlos gegen Struffs Aufschlag
Der Russe Medwedew, der 2021 die US Open gewann, fand gegen Struffs druckvolles Spiel kein Mittel. Der Deutsche servierte stark und gewann die entscheidenden Punkte in den Tiebreaks souverän. Mit diesem Sieg hat Struff nicht nur sportlich einen Meilenstein erreicht, sondern auch finanziell: Er sicherte sich rund 350.000 Euro Preisgeld.
Nächste Herausforderung: Hurkacz oder Paul
Im Achtelfinale trifft Struff entweder auf den Polen Hubert Hurkacz oder den US-Amerikaner Tommy Paul. Beide Gegner sind starke Rasenspieler, doch Struff geht mit breiter Brust in die nächste Runde. „Ich werde alles geben, um auch diese Hürde zu nehmen“, kündigte er an.
Zverev will nachziehen
Am Samstag möchte French-Open-Sieger Alexander Zverev als zweiter deutscher Tennisprofi in die Runde der besten 16 einziehen. Der Weltranglisten-Dritte aus Hamburg trifft in seiner Drittrundenpartie auf den US-Amerikaner Marcos Giron. Zverev gilt als Favorit und will den deutschen Erfolg in Wimbledon fortsetzen.



