FC Bayern Basketball erleidet Pleite in Bamberg: Anton Gavel als heißer Trainerkandidat
Bayern Basketball patzt in Bamberg: Gavel als Traineroption

FC Bayern Basketball erleidet bittere Niederlage in der Bamberger "Hölle"

In der neu entfachten Atmosphäre der Bamberger Arena, die früher zu Recht als "Hölle" für Auswärtsteams gefürchtet war, musste der FC Bayern Basketball eine schmerzhafte 93:97-Niederlage hinnehmen. Es war bereits die dritte Saisonpleite des großen Meisterschaftsfavoriten in der Basketball-Bundesliga.

Anton Gavel: Vom Bayern-Ärgernis zum Trainerkandidaten

Besonders pikant an dieser Niederlage: Gegnercoach Anton Gavel, der mit seinen Bamberger Baskets nicht nur sportlich für Ärger sorgte, sondern gleichzeitig als heißer Kandidat für den vakanten Trainerposten bei den Münchnern gehandelt wird. Der 41-jährige Slowake, der von 2014 bis 2018 selbst für die Bayern spielte, dirigierte seine Mannschaft an der Seitenlinie zum Sieg und rückte damit weiter in den Fokus der Münchner Verantwortlichen.

"Natürlich ist es nicht einfach in dieser Atmosphäre", räumte Bayerns Trainerlegende Svetislav Pesic nach dem Spiel ein. "Wir haben viel Energie investiert, doch am Ende hat Bamberg verdient gewonnen." Selbst 31 Punkte von Topscorer Andreas Obst reichten nicht aus, um die Auswärtsniederlage zu verhindern.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bamberg als ernstzunehmender Bayern-Gegner

Die Bamberger entwickeln sich zunehmend zum Albtraum der Münchner. Nach dem peinlichen Pokalaus im Halbfinale im SAP Garden setzten sie nun auch in der Liga ein deutliches Zeichen. Als Tabellenvierter sind die Franken voll auf Playoff-Kurs und machen den Bayern im direkten Duell das Leben schwer.

Anton Gavel hat maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung. Der Coach, der vor drei Jahren bereits Ulm zur Meisterschaft führte und dabei im Playoff-Halbfinale das Münchner Titellicht ausknipste, sorgt in Bamberg für frischen Wind und eine neu entfachte Begeisterung.

Das Trainerkarussell beginnt sich zu drehen

Mit dem bevorstehenden Abschied des 76-jährigen Svetislav Pesic am Saisonende wird bei den Bayern ein neuer Trainer gesucht. Präsident Herbert Hainer hatte jüngst betont, es sei für Spekulationen noch "zu früh", doch das hält die Gerüchteküche nicht vom Brodeln ab.

Neben Anton Gavel kursieren drei weitere Namen in der Münchner Suche:

  • Chris Fleming (56), der frühere Bundestrainer
  • Vassillis Spanoulis (43), kürzlich bei AS Monaco zurückgetreten
  • Dusan Alimpijević (40), aktuell Coach bei Beşiktaş Istanbul und serbischer Nationaltrainer

Eine Verpflichtung Gavels würde an die frühere Transferstrategie von Uli Hoeneß erinnern: Wer gegen die Bayern glänzt, könnte bei ihnen noch besser aufgehoben sein. Allerdings bleibt unklar, ob der Familienmensch Gavel, der 2024 aus familiären Gründen von Ulm nach Bamberg wechselte, einem Angebot aus München zusagen würde.

Gavel konzentriert sich auf die Gegenwart

Der Bamberger Coach zeigt sich trotz der Spekulationen professionell: "Wir müssen jetzt auf dem Boden der Tatsachen bleiben", betonte Gavel nach dem Sieg gegen seinen Ex-Klub. "Trotz dieser super Leistung." Sein Fokus liegt zunächst darauf, die Bayern weiter zu ärgern und seine Bamberger Mannschaft zu erden.

Die Niederlage in Bamberg wirft die Frage auf, ob die Titelentscheidung in der Basketball-Bundesliga doch spannender werden könnte als erwartet. Während die Bayern als Favoriten weiter unter Druck stehen, festigt Bamberg seine Position als ernstzunehmender Playoff-Anwärter – angeführt von einem Coach, der möglicherweise bald auf der anderen Seite der Seitenlinie stehen könnte.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration