Deutsche Basketballerinnen: WM-Medaille im Visier dank junger Talente
Basketball-Talente Bühner und Bessoir im WM-Fokus

Deutsche Basketballerinnen mit historischem Potenzial

Die deutschen Basketballerinnen befinden sich in einer goldenen Ära. Bundestrainer Olaf Lange, der zum dritten Mal das Nationalteam übernommen hat, begründet seine Rückkehr mit dem außergewöhnlichen Talentpool. „Wir haben so viel Talent. Da musste ich gar nicht lange überlegen“, erklärte Lange vor dem letzten WM-Qualifikationsspiel gegen Nigeria in Lyon.

WNBA-Stars und junge Hoffnungsträger

Mit Satou Sabally, Nyara Sabally, Leonie Fiebich und Luisa Geiselsöder sind gleich vier Spielerinnen des WM-Kaders in der amerikanischen Profiliga WNBA aktiv – eine bisher unerreichte Qualität für den deutschen Frauenbasketball. Doch das Medaillenziel bei der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin (4. bis 13. September) stützt sich nicht nur auf diese erfahrenen Profis.

Im Schatten der etablierten Stars entwickeln sich zwei junge Spielerinnen zu entscheidenden Stützen: die 21-jährige Frieda Bühner und die 24-jährige Emily Bessoir.

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Frieda Bühner: Vom Olympia-Debüt zum spanischen Spitzenteam

Bühner sorgte bereits mit 20 Jahren bei den Olympischen Spielen in Paris für Aufsehen und etablierte sich ein Jahr später bei der EM in Hamburg als unverzichtbare Größe. „Frieda ist ein extremes Talent, sie hat ein gutes Händchen“, lobte Mannschaftskapitänin Leonie Fiebich die junge Spielerin.

Nach ihrem Wechsel vom beschaulichen Osnabrück zum spanischen Top-Club CB Estudiantes in Madrid hat sich Bühner sowohl in der nationalen Liga als auch im Eurocup als Leistungsträgerin bewährt. Ihr nächstes Karriereziel ist klar: „Die WNBA, hundertpro. Ein großer Traum“, verriet Bühner der Süddeutschen Zeitung. Ein WNBA-Draft bereits in diesem Sommer erscheint durchaus möglich.

Emily Bessoir: Comeback nach Verletzungspech

Während Bühners Aufstieg nahezu reibungslos verlief, musste Emily Bessoir schwere Rückschläge verkraften. Nach ihrer Zeit an der University of California (UCLA) warf sie zweimal ein Kreuzbandriss zurück. Dennoch kämpfte sich die 24-Jährige zurück ins Nationalteam und spielt heute beim spanischen Verein Lointek Gernika.

„Ich fühle mich gut. Letztes Jahr im März war es noch komplett unsicher, wie meine Reha läuft. Deshalb bin ich sehr dankbar, jetzt hier beim Team zu sein“, erklärte Bessoir, die gemeinsam mit Bühner, Fiebich und Nyara Sabally das deutsche Team in Lyon anführt.

Heim-WM als einmalige Chance

Obwohl Deutschland als Gastgeber bereits für die WM qualifiziert ist, gehen die Spielerinnen mit vollem Einsatz in die letzten Qualifikationsspiele. „Eine Heim-WM spielt man nur einmal im Leben“, betonte Bessoir die historische Bedeutung des Turniers.

Mit der einzigartigen Mischung aus erfahrenen WNBA-Profis und aufstrebenden Talenten wie Bühner und Bessoir verfügen die deutschen Basketballerinnen über das beste Kader ihrer Geschichte. Die Medaillenambitionen bei der WM in Berlin erscheinen damit realistischer denn je.

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