Wintereinbruch legt Ostsachsen lahm: 108 Unfälle durch Eisglätte
Ein plötzlicher Wintereinbruch mit heftigem Schneefall und gefährlicher Eisglätte hat die Straßen in Ostsachsen in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Die Polizeidirektion Görlitz meldete am Dienstagmorgen eine alarmierende Bilanz: Zwischen Montagmorgen und Dienstagmorgen ereigneten sich in den Landkreisen Bautzen und Görlitz insgesamt 108 Verkehrsunfälle.
15 Verletzte und hoher Sachschaden
Bei den zahlreichen Unfällen wurden 15 Personen verletzt, die zum Teil medizinisch versorgt werden mussten. Der materielle Schaden an den beteiligten Fahrzeugen summiert sich nach Polizeiangaben auf mehr als 350.000 Euro. Die Rettungsdienste und Polizeibeamten waren im Dauereinsatz, um die Unfallstellen zu sichern und die Verletzten zu versorgen.
Dramatischer Lkw-Unfall auf der Autobahn 4
Besonders dramatisch gestaltete sich ein Unfall auf der Autobahn 4 zwischen Weißenberg und Bautzen. Ein Lastwagenfahrer verlor auf der spiegelglatten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der schwere Lkw kam ins Schleudern und kippte schließlich in einen Graben neben der Fahrbahn.
Der 43-jährige Fahrer blieb bei dem schweren Unfall glücklicherweise unverletzt, doch an seinem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 150.000 Euro. Die Bergung des umgestürzten Lastwagens gestaltete sich äußerst schwierig und zeitaufwendig.
Achtstündige Vollsperrung der A4
Wegen der aufwendigen Bergungsarbeiten musste die Autobahn 4 in Richtung Dresden für volle acht Stunden komplett gesperrt werden. Die Verkehrsteilnehmer brauchten viel Geduld, denn es bildeten sich lange Staus und Umleitungen waren notwendig. Die Polizei war vor Ort im Einsatz, um den Verkehr umzuleiten und die Unfallstelle abzusichern.
Die Wetterlage bleibt angespannt, und die Behörden raten weiterhin zur äußersten Vorsicht im Straßenverkehr. Winterreifen und angepasste Geschwindigkeit sind bei den aktuellen Bedingungen unerlässlich.



