Erneuter Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen: Virus bei Wildschwein bei Görlitz nachgewiesen
Schweinepest-Ausbruch in Sachsen: Virus bei Görlitz entdeckt

Erneuter Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen: Virus bei Wildschwein bei Görlitz nachgewiesen

In Sachsen ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) erneut ausgebrochen, nachdem der Freistaat seit Februar als ASP-frei galt. Das Gesundheitsministerium teilte am Dienstag mit, dass bei einem toten Wildschwein in den Königshainer Bergen bei Görlitz das ASP-Virus nachgewiesen wurde. Es handelt sich um ein männliches Tier im Alter von etwa zwei Jahren. Der Fund stellt einen Rückschlag in der Seuchenbekämpfung dar, da die letzte verbleibende ASP-Sperrzone im Landkreis Bautzen erst Anfang März aufgehoben worden war.

Sofortmaßnahmen und Untersuchungen eingeleitet

Das Landestierseuchenbekämpfungszentrum hat die Arbeit wieder aufgenommen und erste Sofortmaßnahmen veranlasst. Dazu zählen:

  • Die Suche nach weiteren toten Wildtieren mit speziell ausgebildeten Hunden und Drohnen
  • Das Stoppen des Abbaus von Schutzzäunen im Umkreis von zehn Kilometern um die Fundstelle im Landkreis Görlitz
  • Die Prüfung, ob neue Zäune notwendig sind, um die Verbreitung einzudämmen

Ob das Virus neu nach Sachsen eingetragen wurde oder sich bisher unentdeckt vor Ort weiterverbreitete, wird derzeit intensiv geprüft. Gesundheitsministerin Petra Köpping betonte: „Der erneute Fall trifft uns hart, aber nicht unvorbereitet. In den letzten fünfeinhalb Jahren haben wir viel Erfahrung im Umgang mit dieser Tierseuche gewonnen. Gemeinsam mit den regionalen Veterinärbehörden, den Jägern und Landwirten sind wir ein eingespieltes Team.“

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Hintergrund und Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest

Die ASP ist für Menschen ungefährlich, stellt jedoch für Schweine eine höchst ansteckende und tödliche Bedrohung dar. Die Krankheit führt bei infizierten Tieren in der Regel innerhalb weniger Tage zum Tod, und ein wirksamer Impfstoff existiert bislang nicht. In Sachsen wurde der erste Fall im Oktober 2020 registriert, und laut Mitteilung gab es seither insgesamt 2.399 Nachweise der Tierseuche.

Nach vorherigen Angaben des Ministeriums waren zur Eindämmung der Krankheit insgesamt 830 Kilometer Schutzzäune errichtet worden. Ein großer Teil davon wurde nach dem Rückgang der Fälle wieder entfernt, doch der aktuelle Ausbruch könnte erneute Schutzmaßnahmen erforderlich machen. Die Situation unterstreicht die anhaltende Herausforderung, die ASP in der Region zu kontrollieren und langfristig zu besiegen.

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