Sachsen-Anhalts Integrationsbeauftragte kritisiert: KMU nutzen Potenzial ausländischer Arbeitskräfte nicht
KMU nutzen Potenzial ausländischer Arbeitskräfte nicht

Integrationsbeauftragte kritisiert mangelnde Bemühungen von KMU

Die Integrationsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck (SPD), hat in einer aktuellen Stellungnahme deutliche Kritik an kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bundesland geäußert. Sie bemängelt, dass viele Betriebe zwar dringend Personal suchen, jedoch nicht ausreichend das Potenzial ausländischer Arbeitskräfte nutzen würden.

Widersprüchliche Haltung der Wirtschaft

„Wir stoßen da noch an Grenzen“, erklärte Möbbeck in einem Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung. Während große Unternehmen häufig betonten, dass sie ausländische Arbeitnehmer integrieren und dies auch weiterhin tun werden, sei die Zahl der Betriebe, die sich aktiv um Migranten bemühen, insgesamt noch zu niedrig. Besonders bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen sieht die Integrationsbeauftragte erheblichen Nachholbedarf.

Diese Diskrepanz zwischen dem offensichtlichen Fachkräftemangel und der mangelnden Bereitschaft, migrantische Arbeitskräfte einzustellen und zu integrieren, stellt nach Ansicht von Möbbeck ein strukturelles Problem dar. Viele KMU würden die Chancen, die sich durch die Integration qualifizierter ausländischer Fachkräfte bieten, nicht erkennen oder nicht aktiv verfolgen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Appell für mehr Engagement

Die Integrationsbeauftragte rief die Wirtschaftsunternehmen in Sachsen-Anhalt deshalb zu verstärkten Anstrengungen auf. Es sei wichtig, dass nicht nur große Konzerne, sondern auch kleinere Betriebe ihre Personalstrategien überdenken und gezielt Maßnahmen zur Integration ausländischer Arbeitnehmer entwickeln. Dies sei nicht nur eine Frage der sozialen Verantwortung, sondern auch ein wirtschaftliches Gebot angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Arbeitskräfte.

Möbbeck betonte, dass die Integration ausländischer Fachkräfte einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft Sachsen-Anhalts leisten könne. Die Unternehmen müssten jedoch bereit sein, entsprechende Weichen zu stellen und mögliche Vorbehalte abzubauen. Nur so könne das volle Potenzial der migrantischen Arbeitskräfte ausgeschöpft und der Fachkräftemangel langfristig gemildert werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration