FDP Sachsen-Anhalt fordert digitale Verwaltung: Ende der Papierformulare
FDP will Papierformulare in Sachsen-Anhalt abschaffen

FDP in Sachsen-Anhalt plant radikale Digitalisierung der Behörden

Die FDP in Sachsen-Anhalt hat einen ambitionierten Plan vorgelegt, um die Verwaltung des Bundeslandes grundlegend zu modernisieren. Im Entwurf ihres Programms für die anstehende Landtagswahl im September 2026 fordern die Liberalen, dass Anträge von Bürgern künftig ausschließlich digital eingereicht werden müssen.

Abschied von Papierformularen

Konkret sieht der Vorschlag vor, dass sämtliche Formulare und Antragsverfahren in den Ämtern auf digitale Prozesse umgestellt werden. „Daten werden ausschließlich in das vorgesehene Tool eingegeben“, heißt es in dem Programmentwurf. Dies bedeutet das faktische Aus für Papierformulare in der sachsen-anhaltischen Verwaltung.

FDP-Landeschefin Lydia Hüskens betont, dass diese Maßnahme ein zentraler Baustein für mehr Effizienz und Bürgerfreundlichkeit sei. „Wir setzen konsequent auf Digitalisierung und versprechen damit einen spürbaren Abbau von Bürokratie“, so Hüskens. Die Liberalen versprechen sich von dieser Umstellung nicht nur schnellere Bearbeitungszeiten, sondern auch Kosteneinsparungen für die öffentliche Hand.

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Hilfen für Menschen ohne Internetzugang

Besonderes Augenmerk legt das Wahlprogramm auf diejenigen Bürger, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum Internet haben. Für diese Personengruppe sind konkrete Unterstützungsmaßnahmen vorgesehen:

  • Einrichtung von digitalen Servicestellen in Gemeindehäusern und Bibliotheken
  • Schulungsangebote für ältere Menschen und digitale Neulinge
  • Mobiler Beratungsservice in ländlichen Regionen
  • Telefonische Unterstützung bei der Antragstellung

Damit soll gewährleistet werden, dass niemand von öffentlichen Dienstleistungen ausgeschlossen wird, nur weil er oder sie nicht über die notwendige technische Ausstattung oder Kenntnisse verfügt.

Zeitplan und Umsetzung

Die FDP plant, die digitale Transformation der Verwaltung innerhalb der nächsten Legislaturperiode umzusetzen. Als erste Schritte sind vorgesehen:

  1. Digitalisierung der 50 wichtigsten Behördengänge
  2. Einheitliche Plattform für alle Verwaltungsdienstleistungen
  3. Schulung der Mitarbeiter in den Ämtern
  4. Regelmäßige Evaluation und Anpassung der Prozesse

Der Programmentwurf wird in den kommenden Wochen in den Gremien der Partei diskutiert und soll auf dem Landesparteitag im Juni 2026 final verabschiedet werden. Die Liberalen erhoffen sich von ihrem Digitalisierungskonzept deutliche Stimmengewinne bei der Landtagswahl im September.

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