Hofflohmärkte in Hohenbollentin und Neu-Kentzlin begeistern mit vielfältigen Angeboten
Die ländlichen Hofflohmärkte in Hohenbollentin und Neu-Kentzlin lockten zahlreiche Besucher mit einer beeindruckenden Vielfalt an Fundstücken und Raritäten an. Von nostalgischen Röhrenradios über lebendige Hühner bis hin zu einem ungewöhnlichen Baustellenschild mit einer Bier trinkenden Figur boten die Veranstaltungen einzigartige Entdeckungen. Die Einwohner beider Orte organisierten diese besonderen Flohmärkte, die nicht nur lokale Schnäppchenjäger, sondern auch Gäste aus anderen Bundesländern anzogen.
Familienverkäufe mit sozialer Komponente
Bürgermeister Sebastian Schumacher aus Hohenbollentin zeigte sich begeistert vom Engagement der Dorfbewohner. Während er selbst auf Erkundungstour ging, betreute seine Ehefrau Anne Schumacher den Familienstand mit Spielsachen, Kinderbekleidung und Schuhen. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem neunjährigen Sohn Emil Paul Schumacher, der erklärte: „Ich habe genug Spielsachen, andere Kinder sollen daran Freude haben.“ Der elfjährige Jannis Günther half ebenfalls mit, stellte jedoch eine klare Bedingung: „Ich möchte am Erlös beteiligt werden.“
Simone Walter, die vor zwei Jahren mit ihrer Familie vom Bodensee nach Hohenbollentin gezogen war, präsentierte eine regelrechte Puppenparade auf ihrem Hof. „Wir sind mittlerweile angekommen und machen gern mit, wenn im Dorf Aktivitäten angesagt sind“, betonte sie die Integration in die Dorfgemeinschaft.
Besondere Highlights und ungewöhnliche Angebote
Ein besonderer Anziehungspunkt war der Stand von Nicole Johannes, wo lebende Tiere zum Verkauf standen. Franziska Schlootmann aus Sukow-Levitz konnte dem Hühnergegacker nicht widerstehen und kaufte spontan zehn Tiere. „Wir haben uns untereinander abgesprochen, damit das Angebot besonders vielseitig ist“, erklärte Barbaras Mutter die abgestimmte Präsentation. Neben Hühnern bot die begeisterte Züchterin auch Küken, Wachteln, Haushaltwaren, Bilder und Setzlinge an, wobei selbstgebackenes Brot zum Renner wurde.
Thomas Lukat sorgte mit einem einzigartigen Baustellenschild für Gesprächsstoff. „Dieses Baustellenschild habe ich mir einst extra anfertigen lassen“, sagte er stolz über die Warnfigur mit Bierglas. Tanja Grams verwöhnte die Gäste mit Kaffee und Vatikanbrot, dessen Rezept sie bereitwillig weitergab. Ihr Sohn Timo Grams hoffte derweil auf einen Käufer für seinen Rasentraktor: „Ich arbeite jetzt außerhalb, und um meinen Eltern zu helfen, habe ich ihnen einen Mähroboter geschenkt.“
Fundstücke und Besucher aus ganz Deutschland
In Neu-Kentzlin hatte Kristin Reinke nach einer großen hausinternen Entrümpelung ihre Pforten geöffnet. „Die ersten Kunden waren schon vor der Öffnungszeit da“, freute sie sich über das rege Interesse. Neben Hühner- und Wachteleiern bot sie Trödelraritäten wie eine Kurbelnähmaschine und ein Röhrenradio an.
Besucherin Antje Gent-Wagner aus Weimar zeigte sich begeistert: „Hofflohmarkt bedeutet, dass es hier viele Schätze gibt. Mein Auge ist geübt, und wenn mir ein Artikel besonders gefällt, nehme ich ihn mit.“ Die Veranstaltung kam in beiden Orten ausgezeichnet an, wobei auch die Einheimischen das Schlendern zwischen den Höfen genossen und sich als kauflustig erwiesen.



