Der Transport des seit Wochen an der Küste gestrandeten Buckelwals hat die offene Ostsee erreicht. Nach einer mehrstündigen Rettungsaktion wurde der Meeressäuger auf einen Lastkahn verladen und wird nun von einem Schlepper in Richtung Nordsee gezogen.
Rettungsaktion vor Poel
Der Wal war seit dem 31. März vor der Insel Poel gestrandet. Um das Tier zu retten, wurde eigens eine Rinne gebaggert, durch die der Wal zu einer Barge bugsiert wurde. Die Verbringung des Tieres in den Lastkahn dauerte mehrere Stunden. Am Dienstagnachmittag um 14.45 Uhr befand sich der Buckelwal schließlich in dem abgesenkten Kahn.
Transport in die offene See
Ein Schiff der Wasserschutzpolizei Wismar begleitete das Gespann aus Schlepper und Barge nördlich von Poel bis zur offenen See. Aufgrund starken Windes drehte die Polizei dort ab. Der Transport fährt nun weiter in Richtung der Insel Fehmarn, wie ein Sprecher am späten Dienstagabend mitteilte.
Auf Livestreams war zu sehen, wie der mit Wasser gefüllte Lastkahn von kleineren Booten aus der Kirchsee der Insel Poel in die Wismarbucht gebracht wurde. Dort übernahm der Schlepper „Robin Hood“ den Kahn und zog ihn auf die offene Ostsee.
Weiterfahrt zur Nordsee
Der motorlose Lastkahn mit dem Wal soll nach Angaben von Vertretern der privaten Rettungsaktion auf dem Weg zur Nordsee von dem Schlepper gezogen und von einem weiteren Schiff begleitet werden. Das Ziel ist es, den Wal in der Nordsee freizulassen, wo er bessere Überlebenschancen hat.



