Die Entscheidung über den neuen Plan zur Rettung des seit Wochen in der Ostsee vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals ist vertagt worden. Das Konzept, den Wal mit einem Lastkahn abzutransportieren, hat noch keine Zustimmung der zuständigen Behörden erhalten. Die Rettungsinitiative muss nun Nachbesserungen vornehmen.
Nacharbeiten gefordert
Der Chef des von der Initiative beauftragten Baggerunternehmens, Fred Babbel, erklärte nach einer Lagebesprechung am Abend, dass das Konzept noch einige Punkte aufweise, die überarbeitet werden müssten. Das Umweltministerium habe der Initiative konkrete Auflagen genannt. Noch am gleichen Abend wolle man sich an die Nacharbeiten setzen und hoffe anschließend auf grünes Licht. Babbel zeigte sich zuversichtlich, dass der Wal am Sonntag oder Montag von seinem derzeitigen Liegeplatz im flachen Wasser geborgen werden könne. Dies sei allerdings auch von den Wetterbedingungen abhängig.
Rinne wird ausgebaggert
Parallel zu den behördlichen Prüfungen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Für den Wal wird eine 110 Meter lange, zehn Meter breite und zwei Meter tiefe Rinne ausgebaggert, durch die er ins tiefe Fahrwasser gelangen soll. Nach Angaben von Babbel sind bereits 40 Meter dieser Rinne fertiggestellt. Am Freitag sollen weitere 40 Meter folgen, sodass die Rinne voraussichtlich am Samstagmorgen vollständig fertig ist.
Anhebung mit Netz geplant
Der Wal liegt derzeit in einer künstlich geschaffenen Kuhle, die ihm mehr Wassertiefe verschafft, um seine Organe zu entlasten. Um ihn in die Rinne zu befördern, soll er mit einem Netz angehoben werden. Der Buckelwal steckt seit etwa drei Wochen in der flachen Bucht der Insel Poel fest. Die Rettungsaktion wird von zahlreichen Helfern und Experten begleitet, die das Tier kontinuierlich betreuen.



