Betreute Taubenhäuser: Städte setzen auf tierfreundliche Populationskontrolle
Betreute Taubenhäuser: Tierfreundliche Kontrolle in Städten

Betreute Taubenhäuser: Städte setzen auf tierfreundliche Populationskontrolle

Immer mehr Städte in Niedersachsen und Bremen setzen auf betreute Taubenhäuser, um die Zahl der Stadttauben auf humane Weise zu reduzieren. Das Interesse an dieser tierfreundlichen Methode wächst kontinuierlich, wie eine Sprecherin des niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bestätigt. In Bremen sollen nach dem erfolgreichen Start eines ersten betreuten Taubenschlags drei weitere städtische Taubenhäuser eröffnet werden.

Gipseier statt Nachwuchs: So funktioniert das Konzept

Die speziell eingerichteten Container oder Gartenhäuser, die meist auf Dächern platziert werden, bieten den Vögeln artgerechtes Futter, sauberes Wasser und geschützte Brutplätze. Der entscheidende Mechanismus zur Populationskontrolle ist der Eiertausch: Sobald die Tauben ihre Eier legen, werden diese durch Gipseier ersetzt. Dadurch wird der Nachwuchs verhindert, ohne den Tieren zu schaden.

Selbst wenn nur ein Prozent der gesamten Stadttaubenpopulation an einen solchen betreuten Schlag gebunden ist, zeigen sich bereits positive Effekte, erklärt eine Ministeriumssprecherin aus Hannover. Je nach Größe der lokalen Taubenpopulation werden in einigen Städten mittlerweile Tausende Eier pro Jahr ausgewechselt.

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Weitere Vorteile der betreuten Taubenhäuser

Neben der effektiven Populationskontrolle durch den Eiertausch bieten die Taubenschläge weitere praktische Vorteile für die Städte:

  • Der Taubenkot kann zentral gesammelt und fachgerecht entsorgt werden, was die Sauberkeit im öffentlichen Raum verbessert.
  • Der Gesundheitszustand der Tiere kann regelmäßig kontrolliert werden, was auch präventiv wirkt.
  • Die Zusammenarbeit mit Tierschutzvereinen gewährleistet eine fachkundige Betreuung der Taubenhäuser.

Die Kommunen tragen den Großteil der Kosten für die Einrichtung und den Unterhalt der Taubenschläge, während engagierte Vereinsmitglieder die tägliche Betreuung übernehmen. Diese Kooperation zwischen Behörden und Tierschutzorganisationen hat sich als erfolgreiches Modell erwiesen.

Die Behörden in Niedersachsen und Bremen sind von der Wirksamkeit dieses tierfreundlichen Konzepts überzeugt. Es bietet eine humane Alternative zu traditionellen Methoden der Taubenbekämpfung und trägt gleichzeitig dazu bei, Konflikte zwischen Tauben und Stadtbewohnern zu reduzieren. Die geplanten Erweiterungen in Bremen zeigen, dass diese Strategie zunehmend als Standardlösung für das Stadttaubenmanagement angesehen wird.

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