Debatte um Reinigungszuschüsse im Teterower Naturbad entflammt vor Saisonstart
Streit um Reinigungszuschüsse im Teterower Naturbad

Debatte um Reinigungszuschüsse im Teterower Naturbad entflammt vor Saisonstart

Im Teterower Naturbad am See ist erneut ein politischer Konflikt um die Finanzierung von Reinigungsarbeiten ausgebrochen, nur wenige Wochen vor dem offiziellen Saisonbeginn am 1. Mai. Der aktuelle Betreiber Marco Fertig erhält während der fünfmonatigen Badesaison einen städtischen Zuschuss in Höhe von monatlich 800 Euro, der speziell für Pflege- und Säuberungsarbeiten auf dem Gelände vorgesehen ist. Diese Praxis wird nun von AfD-Vertretern in der Stadtpolitik scharf kritisiert, die eine alternative Verteilung der finanziellen Mittel fordern.

Detailierte Aufgabenteilung zwischen Betreiber und Stadt

Nach Angaben von Betreiber Marco Fertig, der das Naturbad bereits im vierten Jahr bewirtschaftet, übernehmen entweder seine eigenen Mitarbeiter oder der diensthabende Rettungsschwimmer täglich die Entfernung von Vogelkot auf den Stegen, dem Strandabschnitt und den Rasenflächen. Zusätzlich führt sein Personal regelmäßige Reinigungen der Sanitäranlagen durch. Für anfallende Mäharbeiten werden externe Kräfte der Güstrower Werkstätten engagiert.

Fertig betont, dass er neben der monatlichen Miete von 500 Euro während der Saison auch die Kosten für Veranstaltungen, die allgemeine Reinigung, die Müllabfuhr und notwendige Versicherungen vollständig selbst trägt. Die Stadt Teterow unterstützt hingegen durch ihre Kommunaltechnik der Stadtwerke verschiedene Dienstleistungen.

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Städtische Leistungen und politische Forderungen

Andreas Grindel vom Technischen Management der Stadtwerke Teterow erläutert, dass im Auftrag der Stadt tägliche Leerungen der Papierkörbe, Mäharbeiten nach aktuellem Bedarf sowie das regelmäßige Auffüllen von Sand im Strandbereich übernommen werden. Außerhalb der Badesaison reduziert sich dieser Service auf eine wöchentliche Leerung der Abfallbehälter und bedarfsgerechte Mäharbeiten.

Vor diesem Hintergrund argumentieren die AfD-Stadtvertreter um Michael Schmitus, dass der Gastronom nicht für die komplette Reinigung des gesamten Areals verantwortlich sein sollte. Da das Gelände des Naturbads ganzjährig von Besuchern genutzt wird, müsse die Organisation der Reinigungsarbeiten außerhalb der Saison neu strukturiert werden. Die Politiker fordern eine stärkere Einbindung bereits vorhandener städtischer Ressourcen.

Konkret schlagen sie vor, dass der monatliche Zuschuss von 800 Euro künftig nicht direkt an den Betreiber ausgezahlt wird, sondern beim städtischen Gebäudemanagement verbleiben soll. Diese Behörde könnte dann eigenständig über den effizienten Einsatz der finanziellen Mittel entscheiden und gegebenenfalls städtische Dienstleister für Reinigungsaufgaben beauftragen.

Politische Auseinandersetzung mit unklarem Ausgang

Die Debatte hat sich zu einem politischen Streitpunkt in der Teterower Kommunalpolitik entwickelt, der kurzfristig vor dem Beginn der Badesaison keine einfache Lösung erwarten lässt. Während der Betreiber auf die Notwendigkeit der finanziellen Unterstützung für die Aufrechterhaltung der Sauberkeit verweist, sehen die AfD-Vertreter in der aktuellen Praxis eine ineffiziente Verwendung städtischer Gelder. Die Entscheidung über die künftige Verteilung der Reinigungszuschüsse wird voraussichtlich in den kommenden Sitzungen der Stadtvertretung intensiv diskutiert werden.

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