Sondervermögen erreicht Kleinseenplatte: Vier Gemeinden erhalten Fördergelder für Infrastruktur
Nach der offiziellen Zustimmung des Kreistages des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zur Verwaltungsvereinbarung mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern sind nun die finanziellen Mittel aus dem MV-Plan 2035 in der Region angekommen. Bei einer Übergabezeremonie in Mirow wurden die Gelder des Sondervermögens für Infrastruktur und Energieprojekte offiziell übergeben. Das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte erhält insgesamt einen beachtlichen Betrag, der auf die vier Gemeinden Priepert, Wustrow, Wesenberg und Mirow verteilt wird.
Drei Säulen der Förderung bilden das Fundament
Im Rahmen eines Abstimmungsgespräches in Mirow berieten Bürgermeister und Amtsvorsteher Henry Tesch von der CDU, Axel Chudy als Leiter des Amtes für Finanzen des Landkreises, Projektleiter Max Schmidt sowie Kämmerer Andreas Franz über die nächsten Schritte. Max Schmidt erläuterte dabei die Struktur der Förderung, die auf drei wesentlichen Säulen basiert:
- Jede Gemeinde erhält zunächst einen festen Sockelbetrag von 50.000 Euro, was insgesamt 200.000 Euro für das Amt Kleinseenplatte ausmacht.
- Zusätzlich stehen Mittel für Verkehrsinfrastruktur, den öffentlichen Personennahverkehr sowie für innovative Energieprojekte zur Verfügung.
- Die dritte Säule umfasst weitere gesellschaftliche Infrastrukturmaßnahmen, die das Gemeindeleben nachhaltig verbessern sollen.
Verteilung der Gelder: Wesenberg und Mirow profitieren besonders
Aus der zweiten Fördersäule fließen weitere 333.160 Euro in die Gemeindekassen der Kleinseenplatte. Die Verteilung gestaltet sich dabei unterschiedlich: Die Gemeinde Priepert erhält circa 14.000 Euro, während Wustrow mit 38.000 Euro bedacht wird. Die größeren Städte Wesenberg und Mirow profitieren durch deutlich höhere Zahlungen. So gehen 122.600 Euro nach Wesenberg und sogar 158.540 Euro nach Mirow.
Für zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen sind weitere 322.360 Euro eingeplant. Diese verteilen sich mit 13.170 Euro auf Priepert, 31.600 Euro auf Wustrow, 123.990 Euro auf Wesenberg und 153.600 Euro auf Mirow. Insgesamt summiert sich das Fördervolumen damit auf über 850.000 Euro für die vier Gemeinden.
Konkrete Projektentwicklung beginnt jetzt
Axel Chudy und Max Schmidt aus der Kreisverwaltung sicherten den Vertretern des Amtes Kleinseenplatte ihre umfassende Unterstützung bei der weiteren Abstimmung und Umsetzung des Förderverfahrens zu. Sie wünschten allen Beteiligten viel Erfolg bei der Realisierung der geplanten Vorhaben. Henry Tesch betonte die nun beginnende Verantwortung: „Nun liegt es an uns als Amt sowie an den einzelnen Gemeinden, konkrete Projekte zu entwickeln und entsprechende Projektlisten zu erarbeiten.“
Die offizielle Übergabe markiert den Startschuss für die praktische Umsetzungsphase in der Region. Die Gemeinden stehen nun vor der Aufgabe, die finanziellen Mittel zielgerichtet und effizient für die Verbesserung der lokalen Infrastruktur, des Nahverkehrs und nachhaltiger Energieprojekte einzusetzen. Die Förderung aus dem MV-Plan 2035 bietet damit eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Kleinseenplatte.



