Schweriner OB-Wahl: Ehlers (CDU) und Pfeifer (SPD) ziehen in Stichwahl ein
Schweriner OB-Stichwahl: Ehlers (CDU) gegen Pfeifer (SPD)

Schweriner Rathauschef wird in Stichwahl am 26. April bestimmt

Die Entscheidung über die Nachfolge des zurückgetretenen Oberbürgermeisters Rico Badenschier (SPD) fällt in einer Stichwahl am 26. April. Nach dem ersten Wahlgang am 12. April ziehen Sebastian Ehlers von der CDU und Mandy Pfeifer von der SPD in die entscheidende Runde ein. Insgesamt hatten sich sieben Kandidaten um das Amt in der kleinsten Landeshauptstadt Deutschlands mit knapp 100.000 Einwohnern beworben.

Ehlers (CDU) führt nach erstem Wahlgang deutlich

Sebastian Ehlers, derzeitiger Stadtpräsident von Schwerin und Landtagsabgeordneter, sicherte sich im ersten Durchgang mit 34,2 Prozent der Stimmen den Spitzenplatz. Der Christdemokrat geht damit als Favorit in die Stichwahl. Auf Platz zwei folgte die SPD-Landtagsabgeordnete Mandy Pfeifer mit 27,9 Prozent. Für die SPD bedeutet dieses Ergebnis politischen Rückenwind im Wahljahr 2026. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte sich persönlich für Pfeifer eingesetzt und sie als „kompetenteste, ehrlichste und beste Kandidatin“ bezeichnet.

AfD verpasst Stichwahl knapp

Die AfD-Kandidatin Petra Federau, ebenfalls Landtagsmitglied und Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Stadtvertretung, erreichte 26,3 Prozent der Stimmen und verpasste damit den Einzug in die Stichwahl nur knapp. Dies bedeutet eine Enttäuschung für die Rechtsaußen-Partei, die nach 2023 zum zweiten Mal die Chance auf den OB-Posten verpasst. Die AfD hatte mit Federau eine vergleichsweise unbekannte Kandidatin ins Rennen geschickt, da Landessprecher Leif-Erik Holm selbst Ministerpräsident werden möchte und bei der Landtagswahl 2026 antritt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Weitere Kandidaten mit geringem Zuspruch

Die übrigen vier Bewerber blieben deutlich hinter den drei Spitzenkandidaten zurück:

  • Heiko Steinmüller (parteilos) holte mit 6,2 Prozent einen Achtungserfolg
  • Massimo De Matteis (Volt) erreichte 2,3 Prozent
  • Aileen Wosniak (ASK - Aktionsgruppe Stadt und Kulturschutz) kam auf 1,4 Prozent
  • Lars Schubert (FDP) landete ebenfalls bei 1,4 Prozent

Hintergrund: Badenschiers überraschender Rücktritt

Die Neuwahl wurde notwendig, weil Amtsinhaber Rico Badenschier (SPD) im Sommer 2025 überraschend seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt hatte. Der Oberbürgermeister begründete seine Entscheidung damit, dass er mit den neuen Mehrheiten nach der Kommunalwahl 2024 nicht einverstanden war. Badenschier ist inzwischen in seinen alten Beruf als Mediziner zurückgekehrt.

Wahlbeteiligung deutlich gestiegen

Die Wahlbeteiligung lag mit 59,8 Prozent deutlich über dem Wert von vor drei Jahren. Im Sommer 2023 hatten sich beim ersten Wahlgang nur 50,6 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Am 12. April waren insgesamt 78.364 Schwerinerinnen und Schweriner wahlberechtigt. Nun entscheidet sich am 26. April, wer künftig die Landeshauptstadt regieren und die Verwaltung leiten wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration