Landesregierung fördert Bau neuer Feuerwehrhäuser in Vorpommern mit Millionenprogramm
Neue Feuerwehrhäuser in Vorpommern durch Landesförderung

Landesregierung fördert Bau neuer Feuerwehrhäuser in Vorpommern mit Millionenprogramm

In Vorpommern sollen drei neue Feuerwehrhäuser dank eines umfangreichen Förderprogramms der Landesregierung entstehen. Die Gemeinden Butzow, Ziethen und Medow erhalten Vorabbescheide über Sonderbedarfszuweisungen, um moderne Unterkünfte für ihre ehrenamtlichen Einsatzkräfte und deren Technik zu errichten. Dieses ambitionierte Vorhaben ist Teil eines landesweiten Serienprogramms, das den Bau von Feuerwehrgebäuden beschleunigen und kosteneffizient gestalten soll.

Fördermittel in Millionenhöhe für Gemeinden

Der MV-Innenminister Christian Pegel hat persönlich Vorabbescheide über Fördermittel aus einem zweiten 50-Millionen-Euro-Programm übergeben. Insbesondere für den Bau von modernen Feuerwehrgerätehäusern sollen diese Mittel eingesetzt werden. An Bürgermeister Reinhard Götz für die Gemeinde Butzow und Jörn Meloun, den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Medow, wurden entsprechende Dokumente ausgehändigt. Jede der beteiligten Gemeinden kann mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 900.000 Euro rechnen, um ihre Feuerwehrinfrastruktur zu verbessern.

Vorteile des Serienprogramms für Feuerwehrhäuser

Bei den Übergaben betonten Vorpommern-Staatssekretär Heiko Miraß und Innenminister Christian Pegel die signifikanten Vorteile des vom Land ins Leben gerufenen Serienprogramms. Mit diesem innovativen Ansatz können schnell und vor allem kostengünstig Feuerwehrgebäude im gesamten Bundesland errichtet werden. Ein Musterfeuerwehrhaus soll lediglich 1,1 Millionen Euro kosten, was im Vergleich zu individuellen Bauprojekten erhebliche Einsparungen ermöglicht. Am Ende erhalten alle auserwählten Gemeinden ein voll funktionsfähiges Gerätehaus, das den aktuell geltenden Vorgaben entspricht. Sie müssen sich lediglich noch um das Mobiliar und die Gestaltung der Außenbereiche kümmern, was den administrativen Aufwand erheblich reduziert.

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Fristen und Anforderungen für die Gemeinden

Allerdings müssen die Verantwortlichen in den Gemeinden bis Ende August eine Reihe wichtiger Unterlagen einreichen. Dazu gehören unter anderem Baugrundgutachten für die vorgesehenen Grundstücke und offizielle Baugenehmigungen. Falls diese erforderlichen Dokumente nicht fristgerecht vorliegen, können die Fördermittel anderweitig vergeben werden, wie Innenminister Pegel deutlich machte. Insgesamt lagen über 70 Anträge auf das Musterhaus-Programm vor, was die hohe Nachfrage und Dringlichkeit solcher Projekte unterstreicht.

Bauzeitplan und regionale Besonderheiten

An den ersten Standorten im Land sollen bestenfalls bereits im August die Bauarbeiten beginnen. Das ausführende Bauunternehmen Goldbeck aus der Nähe von Rostock plant, ab Spätsommer einmal im Monat einen ersten Spatenstich durchzuführen. Ziel ist es, die lange Warteliste der Feuerwehren bis zum Jahr 2030 vollständig abzuarbeiten. In der Gemeinde Medow wird hingegen kein standardisiertes Musterhaus errichtet, sondern ein individuell angepasstes Gerätehaus für die Löschgruppe im Ortsteil Wussentin geplant. Dieses Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Neuhaus und Partner aus Anklam realisiert und soll ebenfalls von dem 50-Millionen-Euro-Förderprogramm profitieren, wobei bis zu 750.000 Euro als Sonderbedarfszuweisung bereitstehen.

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