Malchin: Heizwerk-Umrüstung auf Holzhackschnitzel kurz vor Abschluss
Die umfassende Modernisierung des Biomasseheizwerks in der Basedower Straße in Malchin steht unmittelbar vor ihrer Vollendung. Der Fernwärmeversorger Energicos wird die Anlage künftig mit Holzhackschnitzeln betreiben, nachdem bis zum Jahr 2024 noch nachwachsende Rohstoffe wie Heu, Sauergrasgewächse oder Rohrglanzgras aus den umliegenden Niedermoorwiesen zur Befeuerung genutzt wurden.
Genehmigung durch Umweltamt erteilt
Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt der Mecklenburgischen Seenplatte hat im vergangenen Jahr die offizielle Betriebsgenehmigung für die umgerüstete Anlage erteilt. Nach eingehender Prüfung stellte die Behörde keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt fest. Insbesondere wurden keine Bedenken hinsichtlich Luftschadstoffen, Schall oder Geruch identifiziert.
Das Unternehmen Energicos hatte bereits vor zwei Jahren angekündigt, dass die bisherige Technik den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen sei und eine komplette Umrüstung notwendig werde. In den vergangenen Monaten wurde das Heizwerk daher vollständig umgebaut. Der Versorger betont, dass mit dieser Modernisierung keine Kostensteigerungen für die Wärmekunden verbunden sein sollen.
Rückbau der alten Heizhäuser geplant
Sobald die neue Anlage ans Netz geht und der Probebetrieb erfolgreich abgeschlossen ist, sollen die beiden bisherigen Heizhäuser in Malchin zurückgebaut werden. Bürgermeister Axel Müller (CDU) hat den Abriss der Gebäude an der Marcus-Schule und der Pestalozzi-Grundschule angekündigt.
- Im Heizhaus an der Marcus-Schule werden bereits technische Anlagen ausgebaut; das Gebäude soll noch in diesem Jahr vollständig verschwinden.
- Der Rückbau an der Pestalozzi-Grundschule ist für das kommende Jahr vorgesehen.
Die städtische Wohnungsgesellschaft übernimmt die Abrissarbeiten, wobei sich der Fernwärmeversorger Energicos finanziell an den Kosten beteiligt. Diese Maßnahmen markieren einen bedeutenden Schritt in der energetischen Erneuerung der städtischen Infrastruktur.
Die Umstellung auf Holzhackschnitzel stellt nicht nur eine technologische Weiterentwicklung dar, sondern unterstreicht auch das Engagement für eine nachhaltigere Wärmeversorgung in der Region. Die neue Anlage soll effizienter und umweltverträglicher arbeiten, während gleichzeitig veraltete Strukturen beseitigt werden.



