Goretzka schreibt Geschichte mit Rekordtreffer für Bayern
Beim klaren 5:0 (1:0)-Auswärtssieg des FC Bayern München beim FC St. Pauli stand der langjährige Mittelfeldspieler Leon Goretzka im Mittelpunkt des Geschehens. Der 31-jährige Nationalspieler erzielte nicht nur einen wichtigen Treffer, sondern schrieb damit auch Bundesliga-Geschichte.
Historische Korrektur eines alten Missgeschicks
Goretzka selbst verwies nach dem Spiel humorvoll auf eine besondere persönliche Vorgeschichte. „Zuvor habe ich mich in die Geschichtsbücher mit dem schnellsten Eigentor der Bundesliga eingetragen“, erinnerte sich der gebürtige Bochumer. „Von daher ist es vielleicht eine ganz gute Korrektur jetzt.“ Tatsächlich war Goretzka in der Saison 2018/19 nach nur 13 Sekunden Spielzeit in Augsburg ein Eigentor unterlaufen – ein Negativrekord, der bis heute Bestand hat.
Nun gelang dem Profi, der den FC Bayern nach dieser Saison verlassen wird, jedoch ein ganz besonderer Treffer. Mit seinem Tor erzielte die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany den 102. Saisontreffer und übertraf damit den fast 54 Jahre alten Bestwert aus der Spielzeit 1971/72.
Trainer und Teamkollegen voll des Lobes
Vincent Kompany zeigte sich beeindruckt von der Leistung seiner Mannschaft: „Ich finde es einfach schön. Es ist unheimlich schwer, egal welchen Rekord bei Bayern München aufzustellen. Es ist fast unmöglich, es ist Wahnsinn, alles ist vom Allerhöchsten. Und wenn du einen Torrekord schaffst, dann ist es auch ein gutes Zeichen für die Jungs.“
Besonders bemerkenswert: Der Rekordtreffer fiel kurz vor dem mit Spannung erwarteten Champions-League-Viertelfinal-Rückspiel am Mittwoch gegen Real Madrid. Beim Hinspiel in Madrid (2:1) war Goretzka erst in der Nachspielzeit eingewechselt worden und muss im Rückspiel wahrscheinlich wieder ins zweite Glied zurückrücken.
Teamkollege Joshua Kimmich betonte die besondere Bedeutung des Treffers für Goretzka: „Generell hat er es sich verdient, dieses besondere Tor zu schießen, weil er von seinem Mindset schon ein gutes Vorbild ist für viele Spieler und viele Menschen da draußen. Dass es sich immer lohnt, für seine Chance zu arbeiten, lebt er vor. Deswegen freue ich mich für ihn.“
Kollektive Freude über historischen Meilenstein
Die gesamte Mannschaft freute sich kollektiv über den gebrochenen Rekord, der seit der Ära von Gerd Müller und Uli Hoeneß Bestand hatte. Der Sieg in Hamburg markiert nicht nur einen weiteren Schritt in der Bundesliga, sondern gibt der Mannschaft auch zusätzlichen Rückenwind für die anstehenden Herausforderungen in der Champions League.
Goretzka selbst zeigte sich bescheiden, doch sein Tor wird als symbolträchtige Korrektur eines alten Missgeschicks in die Annalen des deutschen Fußballs eingehen. Der Mittelfeldspieler beweist damit einmal mehr seine mentale Stärke und seine Fähigkeit, aus Rückschlägen gestärkt hervorzugehen.



