In Neustrelitz hat sich das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz zu einem fest verankerten Ort der Begegnung entwickelt. Am Samstag, dem 25. April, feiert die Einrichtung ihr zehnjähriges Bestehen mit einem umfangreichen Festprogramm. Moderiert wird der Festtag von Christian Bahrmann, bekannt vom Kindersender Kika.
Vom Postamt zum Kulturzentrum
Das Gebäude in der Schlossstraße 12/13 diente ursprünglich als Postamt. Nach einer umfassenden Sanierung und Erweiterung zwischen 2008 und 2015 eröffnete hier 2016 das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz. Heute beherbergt es unter anderem ein Museum zur Geschichte von Mecklenburg-Strelitz, eine Bibliothek, Ausstellungsräume und bietet Platz für Konzerte und Veranstaltungen.
Festprogramm am 25. April
Das Jubiläumsprogramm startet um 10 Uhr und bietet ein breites Angebot für alle Altersgruppen. Dazu gehören Führungen durch die ehemalige Stasi-Haftanstalt, die Technikum-Ausstellung und das Museum, musikalische Darbietungen, Tanzaufführungen sowie Kreativ-Workshops. Um 15 Uhr wird die Geburtstagstorte angeschnitten. Den Abschluss bildet ab 21.30 Uhr ein DJ-Set von Dark Shadow. Der neu gegründete Förderverein des Kulturquartiers stellt sich ebenfalls vor.
Sonderausstellung zur Geschichte des Hauses
Aus Anlass des Jubiläums zeigt das Kulturquartier eine Sonderausstellung über die Geschichte des Gebäudes. Diese reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück: 1869 kaufte die Postverwaltung das Haus für ein neues Postamt mit Telefonie, später wurde das Nachbargrundstück erworben. Das stattliche Gebäude in Gründerzeitarchitektur diente viele Jahrzehnte als Kommunikationsknotenpunkt. Im Jahr 2000 endete die Postnutzung, die Stadt Neustrelitz erwarb das Anwesen und realisierte das Kulturquartier. Die Ausstellung ist bis zum 6. Juni zu sehen.
Bilanz nach zehn Jahren
Das Kulturquartier hat sich als beliebter Treffpunkt etabliert. Im Jahr 2025 zählte es rund 40.000 Besuche in den verschiedenen Bereichen. Die Bibliothek verzeichnete 77.000 Medienausleihen. Zudem wurden über 100 Vermittlungsangebote zur Leseförderung und Regionalgeschichte mit 2.400 Teilnehmern umgesetzt. Das Haus versteht sich als „Dritter Ort“ – ein Raum für Gemeinschaft jenseits von Beruf und Zuhause.



