Bauarbeiten am Kreisverkehr in Jarmen werden nach Winterpause wieder aufgenommen
Nach einer fast dreimonatigen Winterpause kündigt das Straßenbauamt Neustrelitz (SBA) die Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Kreisverkehr in Jarmen an. Die Maßnahme an der Kreuzung der ehemaligen Bundesstraßen 96 und 110 ist mit erheblichen Verkehrseinschränkungen verbunden, insbesondere mit einer kompletten Vollsperrung der Zufahrt ins Stadtzentrum über die Anklamer Straße.
Verkehrsführung und Umleitungen ab 10. März
Ab Dienstag, dem 10. März 2026, wird der Durchgangsverkehr auf der neu asphaltierten Spur in Richtung Greifswald geführt, während die Bauarbeiten auf der Gegenfahrbahn beginnen. Die bestehende Baustellenampel bleibt in Betrieb, wird jedoch umpositioniert. Für den öffentlichen Verkehr werden Umleitungen eingerichtet:
- Verkehr von und nach Jarmen soll die Ortsumfahrung der B110 nutzen
- Für das Industriegebiet "Jarmen West" östlich der A20 bleibt das temporäre Asphaltprovisorium zwischen Greenline-Tankstelle und Anklamer Straße bestehen
- Fußgänger und Radfahrer werden über bestehende Umleitungen geführt
Auswirkungen auf Rettungsdienste und Anwohner
Die Vollsperrung der Anklamer Straße hat besonders gravierende Folgen für die Jarmener Feuerwehr. Einsatzfahrzeuge können die bisherige Durchfahrtmöglichkeit nicht mehr nutzen und müssen bei Notrufen aus nördlichen, östlichen und südlichen Stadtgebieten längere Anfahrtswege in Kauf nehmen. Der Penny-Markt an der Anklamer Straße bleibt hingegen weiterhin vom Ortskern aus erreichbar.
Technische Details und Finanzierung
Der Kreisverkehr erhält einen Außendurchmesser von etwa 32 Metern und soll die Verkehrssicherheit an der neuralgischen Kreuzung deutlich verbessern. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 1,62 Millionen Euro, wobei die Finanzierung wie folgt aufgeteilt ist:
- Mecklenburg-Vorpommern als Baulastträger der Landesstraße: etwa 1,18 Millionen Euro
- Stadt Jarmen: rund 440.000 Euro
- Zusätzliche Fördermittel aus der kommunalen Straßenbauförderung: 252.000 Euro
Baufortschritt und Fertigstellungstermin
Bereits im Dezember 2025 wurde der erste Bauabschnitt mit der Fahrspur in Richtung Greifswald fertiggestellt, inklusive des begleitenden Radwegs und der Nebenanlagen. Während der Wintermonate blieb die halbseitige Sperrung der L35 mit Baustellenampel aus Sicherheitsgründen bestehen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für den Spätsommer 2026 geplant.
Die Bauarbeiten betreffen nicht nur den Individualverkehr, sondern auch mehrere ansässige Unternehmen, darunter ein Gartenbaubetrieb, eine Logistikfirma, das Hermes-Versandzentrum und der Wasser- und Bodenverband. Ortskundige Verkehrsteilnehmer werden voraussichtlich vermehrt die Hafenabfahrt als alternative Route nutzen.



