Hochwasser-Einsätze in Mecklenburg: Feuerwehren müssen Verpflegung und Ausrüstung verbessern
Hochwasser-Einsätze zeigen Schwächen bei Feuerwehr-Ausrüstung

Hochwasser-Einsätze in Mecklenburg offenbaren erhebliche Schwächen bei Feuerwehr-Ausrüstung

Die jüngsten Hochwasser-Einsätze der Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern haben deutliche Defizite bei der Verpflegung und technischen Ausstattung der Einsatzkräfte aufgezeigt. Nach mehr als 24-stündigen Dauereinsätzen müssen nun dringend Verbesserungen umgesetzt werden, um die Einsatzbereitschaft für künftige Naturkatastrophen zu gewährleisten.

Mangelnde Versorgung und durchnässte Einsatzkleidung

In Malchin wurde besonders deutlich, dass die Versorgung der Feuerwehrleute bei langandauernden Einsätzen unzureichend ist. Bürgermeister Axel Müller (CDU) betonte vor den Stadtvertretern: „Das müssen wir regeln.“ Die Malchiner Kräfte waren rund 25 Stunden im Dauereinsatz, um Überschwemmungen in Remplin und Wendischhagen zu bekämpfen, unterstützt von Wehren aus Kummerow und Teterow.

Ein gravierendes Problem war die komplett durchnässte Einsatzkleidung nach stundenlangem Dauerregen. Wechselkleidung stand nicht zur Verfügung, was die Einsatzfähigkeit der Kräfte erheblich beeinträchtigte. Müller kündigte an: „Wir müssen sehen, ob wir da noch etwas anschaffen können.“

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Technische Herausforderungen bei der Hochwasserbekämpfung

In Remplin arbeiteten zeitweise fünf Pumpen gleichzeitig gegen die Wassermassen. Allerdings konnte der örtliche Wasser- und Bodenverband nicht helfen, da keine Pumpe verfügbar war. Auch der Wasserzweckverband Malchin-Stavenhagen erreichte mit seinem Gerät den betroffenen Wasserlauf nicht. Erst das Technische Hilfswerk stabilisierte die Lage mit stärkerer Technik.

Am Montag kam die Pumptechnik des Wasserzweckverbands dann bei einer Überschwemmung am Repo-Markt in Malchin zum Einsatz. Dort war ein Durchlass verstopft, doch die Hilfe lief laut Müller zügig an.

Verkehrsbehinderungen und Folgeschäden

Die Bundesstraße 104 war in Remplin von Sonntag bis Montagvormittag komplett gesperrt. Zahlreiche Auto- und Lastwagenfahrer wichen über Retzow aus, was auf der Gemeindestraße erhebliche Folgeschäden verursachte. Müller erklärte: „Wir müssen jetzt sehen, wie wir das ausbessern.“

Die Ereignisse zeigen, dass nicht nur die unmittelbare Hochwasserbekämpfung, sondern auch die Infrastruktur und Logistik bei solchen Einsätzen optimiert werden müssen. Die Feuerwehren stehen vor der Herausforderung, ihre Ausrüstung und Versorgungssysteme an die zunehmenden Extremwetterereignisse anzupassen.

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