Denkmalgeschütztes Herrenhaus Lehsen in Mecklenburg-Vorpommern steht zum Verkauf
Herrenhaus Lehsen in Mecklenburg-Vorpommern zum Verkauf

Denkmalgeschütztes Herrenhaus Lehsen in Mecklenburg-Vorpommern steht zum Verkauf

Ein beeindruckendes denkmalgeschütztes Herrenhaus mit umfangreichem Park und idyllischem Teich wird derzeit in Mecklenburg-Vorpommern zum Verkauf angeboten. Das historische Anwesen umfasst insgesamt elf Zimmer und verfügt über eine Wohnfläche von rund 755 Quadratmetern. Es steht auf einem weitläufigen Grundstück und zählt zu den markantesten historischen Gebäuden der gesamten Region.

Ein umfangreiches historisches Ensemble mit bewegter Geschichte

Zum gesamten Ensemble gehören neben dem Hauptgebäude auch ein separates Garagenhaus, ausgedehnte Parkflächen und ein malerischer Teich. Es handelt sich somit nicht nur um ein einfaches Herrenhaus, sondern um ein ausgedehntes historisches Anwesen, das entsprechenden Aufwand für Erhaltung und Nutzung erfordert. Erbaut wurde das imposante Gebäude im Jahr 1822 für Ernst August von Laffert nach Plänen des Architekten Joseph Christian Lillie.

Die Geschichte des Ortes Lehsen reicht bis ins Jahr 1233 zurück, als der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde. Über viele Jahrhunderte war Lehsen eng mit einem Rittergut verbunden. Zunächst gehörte es der bekannten Familie von Blücher, später prägte vor allem die Familie von Laffert die Entwicklung des gesamten Dorfes entscheidend mit.

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Vom Gutshof zum ambitionierten Ausflugsziel

Unter der Herrschaft der Familie von Laffert wurde die gesamte Anlage im 19. Jahrhundert stark ausgebaut und erweitert. Im Park entstanden zahlreiche Logierhäuser, eine moderne Badeanstalt, eine großzügige Turnhalle und ein ansprechendes Restaurant. Hinter diesen umfangreichen Baumaßnahmen stand der ambitionierte Versuch, Lehsen mit Hilfe einer natürlichen Kaltwasserquelle als renommierten Ort für Wasserkuren zu etablieren.

Ein dauerhafter und erfolgreicher Kurbetrieb entwickelte sich daraus zwar nicht wie geplant. Dennoch entwickelte sich das Gut in dieser Zeit zu einem beliebten Ausflugsziel für die Bevölkerung der Umgebung. In diese bedeutende Phase fällt auch die Errichtung des bis heute erhaltenen Mausoleums der Familie von Laffert, das im Jahr 1868 fertiggestellt wurde.

Wechselvolle Nutzung im 20. Jahrhundert

Im Laufe des 20. Jahrhunderts änderte sich die Nutzung des Schlosses grundlegend und mehrfach. Nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude zunächst als dringend benötigte Unterkunft für zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene, später wurde es als Kinderheim genutzt. In den folgenden Jahren nutzten unter anderem die örtliche Gemeindeverwaltung, die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft und die Kooperative Abteilungspartei Wittenburg das historische Haus für verschiedene Zwecke.

Im Jahr 1977 beschloss die Gemeinde schließlich die umfassende Rekonstruktion des gesamten Park-Schloss-Komplexes. Die Arbeiten erfolgten nach detaillierten Vorschlägen des Instituts für Denkmalpflege der Deutschen Demokratischen Republik, auch die historische Uhr im markanten Giebeldreieck wurde damals fachgerecht instand gesetzt.

Heftige Diskussionen über die Sanierung der Innenräume

Nach der friedlichen Wende stand das Gebäude zunächst für einige Zeit leer. Später wurde es umfassend saniert und seit dem Jahr 2004 wieder kontinuierlich bewohnt. Heute gehören zum gesamten Anwesen neben dem imposanten Herrenhaus auch die weitläufigen Parkflächen und der idyllische Teich. Den genauen Kaufpreis erfahren interessierte Käuferinnen und Käufer allerdings nur auf persönliche Anfrage hin.

Für anhaltende Kritik und kontroverse Diskussionen sorgt seit längerer Zeit die Gestaltung der Innenräume des historischen Gebäudes. In verschiedenen sozialen Netzwerken fallen die Urteile teils vernichtend und äußerst hart aus. Auf der Plattform Facebook heißt es beispielsweise deutlich: „Lehsen ist doch nun wirklich der Inbegriff von geschmacklosem Totsanieren ohne jegliche Art von Anstand oder Ästhetik.“

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Ein anderer kritischer Kommentar lautet ebenso deutlich: „Der wahllose Stilmix ist ja eine schiere Katastrophe.“ Noch deutlicher werden weitere Stimmen in den sozialen Medien: „Es ist einfach Kitsch und hat mit historisch und zeitgemäß, wie es einmal war, nichts zu tun.“ und „Das ist nun Gelsenkirchener oder Bordell Barock in Reinkultur. Geschmacklos und neureich.“ Andere Nutzerinnen und Nutzer fassen ihr vernichtendes Urteil noch knapper zusammen: „Fürchterlich!“ oder „Eines hat diese Bude nicht: Stil.“