Niedrigwasser stoppt Fährverkehr nach Hiddensee erneut - Historischer Tiefstand in Ostsee
Fährverkehr nach Hiddensee fällt erneut aus

Fährverkehr nach Hiddensee erneut durch Niedrigwasser gestoppt

Der Fährverkehr zur Insel Hiddensee ist am heutigen Tag erneut komplett zum Erliegen gekommen. Grund für die erneute Einstellung des Betriebs ist der extrem niedrige Wasserstand in der Ostsee. Die Reederei Hiddensee hat diese Entscheidung nach einer aktuellen Lagebewertung bekannt gegeben.

Betriebsunterbrechung folgt auf kurze Wiederaufnahme

Bereits am Montag war der Schiffsverkehr ausgefallen, nachdem der Betrieb erst am vergangenen Samstag wieder aufgenommen worden war. Zunächst waren lediglich die Vormittagsfahrten zwischen dem Ort Vitte auf Hiddensee und Schaprode auf Rügen gestrichen worden. Die Fähre „Vitte“ liegt derzeit an ihrem Liegeplatz auf Hiddensee fest und kann nicht verkehren.

Diese erneute Unterbrechung erfolgt nur wenige Tage nach der Wiederinbetriebnahme des Fährverkehrs. Die Insel Hiddensee war in den vergangenen knapp zwei Wochen weitgehend vom Eis eingeschlossen und konnte nur mit einem Eisbrecher über einen Notfahrplan angelaufen werden. Die „Vitte“ hatte nach einer Reparatur wegen eines Eisschadens erst am Samstag ihre regulären Fahrten wieder aufgenommen.

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Historischer Tiefstand der Ostsee durch anhaltende Ostwinde

Nach aktuellen Angaben des Leibniz-Institutes für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) hat eine außergewöhnlich langanhaltende Ostwindlage den mittleren Wasserstand der Ostsee seit Anfang Januar auf einen historischen Tiefstand sinken lassen. Messungen am schwedischen Pegel Landsort-Norra ergaben Werte, die so niedrig sind wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1886.

Damit liegt laut IOW eine seltene ozeanographische Ausgangssituation für einen möglichen großen Salzwassereinstrom aus der Nordsee in die Ostsee vor. Diese meteorologischen Bedingungen haben direkte Auswirkungen auf den Schiffsverkehr in der Region.

Auf der Insel Hiddensee leben rund 1.000 Menschen, die nun erneut mit Einschränkungen in der Verkehrsanbindung konfrontiert sind. Die Reederei beobachtet die Situation kontinuierlich und wird über eine mögliche Wiederaufnahme des Fährverkehrs informieren, sobald die Wasserstände es zulassen.

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