Feuerwehrauto mit Drehleiter findet neuen Besitzer in Malchin
In Malchin hat ein ausrangiertes Feuerwehrfahrzeug mit Drehleiter nach längerer Suche endlich einen Käufer gefunden. Das Diesel-Fahrzeug der Marke Iveco Magirus DLK 18-12 war ursprünglich im Januar ausgeschrieben worden, hatte sich damals jedoch als Ladenhüter erwiesen. Nun meldeten sich drei Interessenten, von denen zwei jedoch schnell wieder abgesprungen sind.
Der Chef des Malchiner Stadtbauhofes, Sven Lange, erklärt die Situation: „Der reelle Nutzen ist damit doch recht eingeschränkt. Da muss man erst mal jemanden finden, der das noch repariert.“ Das Hauptproblem des Fahrzeugs ist eine durchgebrannte elektronische Leiterplatte am Arbeitskorb, während der Motor selbst noch in gutem Zustand sein soll.
Privatperson erwirbt Drehleiter für 5000 Euro
Eine Privatperson aus dem Umfeld von Malchin hat das Fahrzeug schließlich für das ausgeschriebene Anfangsgebot von 5000 Euro erworben. Was der neue Besitzer mit der Drehleiter vorhat, ist nicht bekannt. Laut Angaben des Bauhofs eignet sich das Fahrzeug ausschließlich als Ersatzteilspender oder für Bastlerprojekte.
Bevor es zum Verkauf kam, hatte die Drehleiter nach ihrer Ausmusterung aus der Feuerwehr noch zwei Jahre lang dem Stadtbauhof bei Aufgaben wie der Baumpflege gedient. Der technische Zustand verschlechterte sich jedoch zunehmend, was schließlich zur Veräußerung führte.
Dargun bietet Schwimmerinsel mit Sprungturm und Rutsche an
Wer das Feuerwehrauto verpasst hat, könnte in der Nachbarstadt Dargun fündig werden. Die Stadt plant, ihre Schwimmerinsel aus dem Klostersee zu holen und zu verkaufen. Die Plattform aus Edelstahl mit integriertem Sprungturm und Rutsche ist erst acht Jahre alt und kostete ursprünglich rund 120.000 Euro.
Bürgermeisterin Jana Böttcher bestätigt die Verkaufsabsicht: „Die Stadt Dargun beabsichtigt, die Schwimmerinsel zu veräußern.“ Der genaue Verkaufspreis steht noch nicht fest, da neben der Ausschreibung für den Rückbau auch der aktuelle Wert ermittelt werden muss.
Neukalens Entenhaus bleibt unverkäuflich
In der Nachbarstadt Neukalen sorgte vor einiger Zeit ein anderes ungewöhnliches Angebot für Aufsehen. Das Entenhaus vom Rathmannsteich tauchte kurzzeitig auf Ebay auf, angeboten vom Karnevalsverein NCC für 534 Euro. Der damalige Bürgermeister Willi Voß stoppte den Verkauf jedoch umgehend.
Fünf Jahre später gibt es erneut Klarstellungen von Bürgermeister Rico Zoschke: „Unser Entenhaus wird gegenwärtig vom NCC aufgearbeitet und kehrt anschließend wieder zurück auf unseren Teich.“ Das Häuschen war zwischenzeitlich verschwunden und machte einer Wasserfontäne Platz, wird nun aber restauriert und zurückgebracht.
Weihnachtspyramide wartet auf neue Bestimmung
Zurück in Malchin wartet noch ein weiteres ungewöhnliches Stück auf seine Zukunft. Eine acht Meter hohe und sechs Tonnen schwere Weihnachtspyramide aus Fichtenholz steht seit längerer Zeit auf dem Rempliner Bauhof-Gelände. Die Holzkonstruktion hatte zwei Jahre lang die Malchiner durch die Adventszeit begleitet, wurde jedoch nach dem Abbau zu Jahresbeginn 2024 nie wieder aufgestellt.
Die Eigentumsverhältnisse sind unklar: Der Holzgestalter hat die Pyramide eigentlich der Stadt Malchin übertragen, diese hat das Teil jedoch noch nicht bezahlt. Beide Parteien zeigen wenig Interesse an dem Weihnachtsschmuck, was möglicherweise Verkaufsverhandlungen begünstigen könnte – besonders zu Ostern, wenn Weihnachtsschmuck erfahrungsgemäß preiswerter zu haben ist.
Diese skurrilen Verkaufsangebote zeigen, dass in der Mecklenburgischen Schweiz durchaus ungewöhnliche Objekte den Besitzer wechseln können. Von Feuerwehrfahrzeugen über Badeinseln bis hin zu Weihnachtspyramiden – die Bandbreite ist bemerkenswert und spiegelt den kreativen Umgang mit ausgedientem städtischem Inventar wider.



