Fünf Eurofighter landen auf Lübecker Flughafen: Luftwaffe übt zivile Zusammenarbeit
Passagiere am Flughafen Lübeck erleben in dieser Woche ein ungewöhnliches Schauspiel: Neben zivilen Flugzeugen sind dort auch Kampfflugzeuge der Luftwaffe zu sehen. Am Montagmorgen startete eine fünftägige Militärübung, bei der fünf Eurofighter des Typs Eurofighter und 50 Soldatinnen und Soldaten vom Standort Rostock-Laage teilnehmen.
Übung „Dispersed Operations 2026“ gestartet
Um kurz nach 9.00 Uhr landeten die ersten Maschinen auf dem Flughafen, wie Flughafensprecherin Stefanie Eggers auf Anfrage mitteilte. Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ trainiert im Rahmen der Übung „Dispersed Operations 2026“ Starts und Landungen mit militärischen Kampfflugzeugen auf einem zivilen Flughafen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit zivilen Einrichtungen zu stärken und die Verteidigungsfähigkeit im Bündnisfall realitätsnah zu üben.
In den kommenden Tagen werden die fünf Eurofighter jeweils einmal vormittags und nachmittags starten, erklärte eine Sprecherin der Luftwaffe. Die Flüge finden ausschließlich zu den Geschäftszeiten des Flughafens zwischen 7.30 und 20.00 Uhr statt und werden in den normalen Flugplan integriert, um den Betrieb nicht zu beeinträchtigen.
Wichtige Rolle ziviler Flughäfen im Ernstfall
Zivile Flughäfen sind im Ernstfall entscheidende Start- und Landeoptionen für militärische Operationen, betonte die Luftwaffensprecherin. Der Flughafen Lübeck gilt als logistischer Knotenpunkt für die NATO in Europa und spielt somit eine strategisch wichtige Rolle. Die aktuelle Übung dient dazu, die Abläufe und Koordination zwischen militärischen und zivilen Einrichtungen zu optimieren.
Für den Flughafen Lübeck ist die Übung ein wertvoller Test, um die eigene Einsatzbereitschaft zu überprüfen. „Es ist ein guter Test, um zu sehen, wie gut man schon für solche Aufgaben gerüstet ist und wo man noch besser werden muss“, so Flughafensprecherin Eggers. Die Erkenntnisse aus der Übung sollen dazu beitragen, eventuelle Schwachstellen zu identifizieren und die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.
Übung läuft bis Freitag
Das Training mit den Eurofightern wird noch bis einschließlich Freitag, den 17. April, fortgesetzt. Während dieser Zeit können Passagiere und Besucher des Flughafens die militärischen Maschinen bei ihren Starts und Landungen beobachten. Die Luftwaffe betont, dass alle Flugbewegungen sorgfältig geplant sind, um die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf des zivilen Flugbetriebs zu gewährleisten.
Diese Übung unterstreicht die wachsende Bedeutung der Vernetzung zwischen militärischen und zivilen Infrastrukturen in Zeiten erhöhter sicherheitspolitischer Herausforderungen. Sie zeigt, wie die Luftwaffe ihre Fähigkeiten kontinuierlich ausbaut, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können.



