Teterow plant Ehrenbürgerschaft für DDR-Fußballheld Gerd Kische
Ehrenbürgerschaft für DDR-Fußballheld Gerd Kische geplant

Olympiasieger Gerd Kische soll höchste städtische Ehrung in Teterow erhalten

Ein halbes Jahrhundert nach seinem historischen Triumph bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal steht der Teterower Fußballlegende Gerd Kische eine besondere Würdigung bevor. Die Stadtvertretung der Bergringstadt wird voraussichtlich Ende April darüber entscheiden, dem 74-jährigen Sportler die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Damit würde Kische für seinen bis heute einmaligen Olympiasieg sowie sein gesamtes sportliches Lebenswerk ausgezeichnet werden.

Gemeinsamer Fraktionsantrag für die Ehrung

Drei Fraktionen der Teterower Stadtvertretung haben sich zusammengeschlossen, um den Vorschlag für die höchste städtische Auszeichnung einzubringen. Die AfD-Fraktion, Die Teterower und die Unabhängige Teterower Fraktion begründen ihren gemeinsamen Antrag damit, dass Kische durch seine sportlichen Leistungen die Stadt Teterow überregional bekannt gemacht habe. Bürgervorsteher Christian Wolter (AfD) betont, dass mit dieser Ehrung nicht nur der Olympiasieg, sondern die gesamte Karriere des Fußballers gewürdigt werden soll.

Eine außergewöhnliche Fußballkarriere

Gerd Kische gehörte zu den prägenden Figuren des DDR-Fußballs. Als Verteidiger war er 1976 maßgeblich am Olympiasieg der DDR-Nationalmannschaft beteiligt – ein Erfolg, den bis heute kein anderes deutsches Männerteam wiederholen konnte. Insgesamt bestritt Kische 63 Länderspiele für die DDR-Auswahl und war Teil der legendären Mannschaft, die bei der WM 1974 die späteren Weltmeister aus der Bundesrepublik mit 1:0 besiegte.

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Neben seinen Nationalmannschaftserfolgen prägte Kische über viele Jahre den FC Hansa Rostock, wo er nicht nur als Kapitän auf dem Platz stand, sondern später auch als Manager und Präsident Verantwortung übernahm. Die erfolgreiche Zeit des Ostseeclubs in der ersten Fußball-Bundesliga ist eng mit seinem Namen verbunden.

Einzug in illustren Kreis verdienter Persönlichkeiten

Sollte die Stadtvertretung der Ernennung zustimmen, würde sich Gerd Kische in einen exklusiven Kreis einreihen. Derzeit hat Teterow sechs Ehrenbürger, darunter Professor Horst Klinkmann und Johann Heinrich von Thünen. Die letzte Verleihung dieser Auszeichnung erfolgte 1990 an den Bergring-Nestor Willi Peters. Die geplante Ehrung für Kische wäre somit die erste Ehrenbürgerschaft in Teterow seit über 35 Jahren und eine angemessene Würdigung für einen Sportler, der seine Heimatstadt in die internationale Sportgeschichte eingeschrieben hat.

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