Brandenburgs Radsaison startet mit umfangreichem Streckennetz und innovativen Routen
Mit dem beginnenden Mai und seinen zahlreichen verlängerten Wochenenden startet in Brandenburg offiziell die Saison für ausgedehnte Radtouren. Das Bundesland verfügt über ein gut ausgebautes Radnetz von rund 12.000 Kilometern, wie Tino Freißler vom ADFC Brandenburg bestätigt. Besonders beliebt ist dabei der Berlin-Kopenhagen-Radweg, der durch seine abwechslungsreiche Landschaft und exzellente Infrastruktur überzeugt.
Beliebtheit des Radfahrens und grenzüberschreitende Projekte
Laut der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH nutzen über die Hälfte aller Brandenburgerinnen und Brandenburger regelmäßig das Fahrrad. Unter den Übernachtungsgästen im Land sind es knapp ein Viertel. Ein bedeutendes aktuelles Projekt ist der Radweg Berlin-Stettin-Kolberg, der bis Ende Januar 2027 fertiggestellt werden soll. Dieser grenzüberschreitende Weg nach Polen wird unter Federführung des Landkreises Uckermark realisiert.
Vielfältige Radfernwege und Themenrouten
Brandenburg bietet neben überregionalen Strecken wie dem Oder-Neiße-Radweg (599 km), Spree-Radweg (410 km), Elbe-Radweg (1.120 km) und Havel-Radweg (396 km) mehr als ein Dutzend spezielle Themen-Radwege:
- Tour Brandenburg (1.111 km): Diese Route führt rund um Berlin durch das gesamte Land Brandenburg und verbindet 31 Städte, elf Naturparke, drei Biosphärenreservate und einen Nationalpark.
- Märkische Schlössertour (188 km): Im Seenland-Oder-Spree-Gebiet bietet diese Tour Einblicke in die preußische Geschichte mit Adelssitzen und Herrenhäusern abseits von Berlin und Potsdam.
- Kohle-, Wind- & Wasser-Tour (252 km): Im Elbe-Elster-Land führt diese Route vorbei an Flüssen, Wiesen, Wäldern und Tagebauseen mit 13 Stationen zur Energiegeschichte.
- Gurkenradweg (257 km): Durch das Unesco-Biosphärenreservat Spreewald, Dahme-Seenland und Niederlausitz führt dieser Weg an Fließen, Dörfern, Gurkenfeldern sowie Anbau- und Verarbeitungsbetrieben vorbei.
Innovative klimawandelangepasste Route
Eine besondere Neuerung ist die im vergangenen Jahr eröffnete „Kühle Spur“ in der Lausitz. Dieser an den Klimawandel angepasste Radweg wurde von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) entwickelt. Er verfügt über Trinkbrunnen, Schattenspender und Badestellen, um auch bei höheren Temperaturen komfortables Radfahren zu ermöglichen.
Fahrradfreundliche Unterkünfte und Infrastruktur
Für Radtouristen bietet Brandenburg zahlreiche fahrradfreundliche Unterkünfte. Auf Plattformen wie bettundbike.de sind 450 Orte in Brandenburg und Berlin verzeichnet, darunter Privatpensionen, Campingplätze, Ferienwohnungen, Hotels, Pensionen und Gasthöfe. Diese breite Auswahl unterstützt die wachsende Beliebtheit des Radtourismus in der Region.



