Perleberger Innenstadt im Fokus: Vortrag und Ausstellung zu alternativen Stadtkonzepten
Perleberg: Diskussion über alternative Altstadtkonzepte

Perleberger Stadtbild im Wandel: Diskussion über die Zukunft der Innenstadt

Die historische Altstadt von Perleberg steht vor einer wichtigen Weichenstellung. Oft zugeparkte Straßen und ein hohes Verkehrsaufkommen werfen die Frage auf: Wie kann das Stadtbild attraktiver und menschenfreundlicher gestaltet werden? Die Walter Hoffmann-Axthelm Stiftung für Perleberger Stadtgeschichte möchte mit einer besonderen Veranstaltungsreihe zum Nachdenken anregen und alternative Konzepte zur Diskussion stellen.

Ausstellung und Vortrag im Kulturkombinat

Vom 21. bis 26. April präsentiert das Kulturkombinat Perleberg die Ausstellung „Denkmal, Auto, Straßenbau in alten europäischen Stadtkernen“. Den Auftakt bildet am Dienstag um 17 Uhr ein Vortrag von Dieter Hoffmann-Axthelm im Weißen Saal, der im Anschluss in eine offene Gesprächsrunde mündet. Die Ausstellung selbst kann Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie am Sonnabend von 10 bis 13 Uhr besichtigt werden.

Europäische Vorbilder für Perleberg

Mehr als 50 Fotografien aus verschiedenen europäischen Städten – darunter Poitiers, Porto und Würzburg – werden auf zehn großen Plakatwänden präsentiert. Diese Bilder veranschaulichen, wie historische Altstädte gestaltet werden können, um sie einladender und lebenswerter zu machen. Die Ausstellung soll lokale Entscheidungsträger inspirieren und neue Perspektiven für die Perleberger Innenstadt eröffnen.

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Verkehrskonflikte in der Altstadt

„Das Verhältnis zwischen Fußgängern und Autofahrern kann nicht so bleiben, wie es im Augenblick ist“, betont Hoffmann-Axthelm. Der Marktplatz vor dem Rathaus werde häufig als Parkfläche genutzt, und in der Innenstadt herrsche teilweise starker Verkehr. „...und im Fußgängerbereich fahren dann die Radfahrer“, ergänzt er. Diese Situation schaffe keine optimalen Bedingungen für eine Wohlfühl-Altstadt.

Fortsetzung einer bereits begonnenen Diskussion

Bereits im Januar 2024 hatte Hoffmann-Axthelm an einem Seminar zum selben Thema mitgewirkt, bei dem Verantwortliche von Stadt und Landkreis sowie interessierte Bürger über die Zukunft der Altstadt diskutierten. „Da gab es eine ziemliche Einigkeit, dass etwas gemacht werden müsste“, erinnert sich der Organisator. Da jedoch konkrete Maßnahmen ausblieben, wählte er nun einen anderen Ansatz: Statt Forderungen zu formulieren, sollen Vortrag und Ausstellung zum eigenständigen Nachdenken anregen und den Dialog fördern.

Die Veranstaltung bietet damit eine wichtige Plattform, um über die Gestaltung des öffentlichen Raums in Perleberg zu reflektieren und mögliche Wege für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung aufzuzeigen.

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